Un lieu proche à Angoulême. C’était peut-être la dernière fois. Ein Ort im Grünen, eine Viertelstunde mit dem Vierrad ausserhalb Angoulême. Vielleicht war es das letzte Mal. Das Dadamt war diesmal dort.
Wir haben ein Poster beigesteuert, dessen weissen Raum rechts jedermannfrau selbst bearbeiten konnte, unten die Mitteilung, dass es in verschiedenen Ecken Frankreichs weitergeht mit so Sachen, falls es das letzte Mal ZOU gewesen wäre.
Ein Eindruck aus Paris, April 2026. Der ‚Pataphysiker Sardon ist einfach im Internet zu finden; probieren Sie’s mit Französisch, siehe Titel des Beitrags oben.
Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Hans Arp – Museum Rolandseck
Fassen wir uns kurz –
Einiges mir unbekanntes Photomaterial, (was meinetwegen nicht viel zu bedeuten hat).
Viel bekanntes Photomaterial.
15 Aufsätze von Autorinnen.
In der Ausstellung viele seltene Arbeiten, Photos, Texte, Malereien etc.
Vorwort: viel Sprachschwurbel, K.u.K. – Kunstgeschichte und Katalog-Sprechhülsen. Danksägungen. Recht oberflächlich dahergeschrieben. Elsa v. Freytag-Loringhoven als Cyberpunk zu bezeichnen ist nur dämlich bzw. eins von den absichtlichen Stürmchen im Schnapsgläschen und die Vernissagen-Onkels mit den riesigen, dicken, schwarzen Brillengestellen finden es oh so gewagt.
Die Dadaistinnen und der kulturhistorische Kanon, Ina Boesch:
weist zu Recht auf den von Männern dominierten Kanon hin. Frage: Wieso sollte Tzara nicht als Kulturvermittler agieren? – Nebenbei ist bekannt, dass die Dadas von damals selbst zur Zeit des 50 jährigen Jubiläums die Dadaistinnen noch unter den Teppich gekehrt hatten.
Elastikakt, Ursula Ströbele:
Der Aufsatz wäre eher auf die starre wilhelminisch-viktorianische Bürgerlichkeit zu gewichten. Die Autorin hüpft von einem Objekt zum anderen – Kautschuk nicht mit Koks verwechseln. Überhöhungen.
Dada-Paare, Christa Baumberger: Zu kurzer Text, um mehr als Oberfläche herzugeben.
Sophie Taeuber-Arps frühe Arbeiten, Astrid von Asten:
Schon wieder eine der wenigen bekannten Dadaistinnen. Was für Abarbeitungen immer an den selben paar Personen. Wie wäre es, hej: Mehr Text, weniger Fussnoten? 4 Seiten Text, 1 Seite Kleingedrucktes!
Hans Arp im Wirkungskreis von Dada Zürich, Astrid von Asten:
Bunte oberflächliche Beschreibelei und als ob es nicht schon hunderte von Büchern über Arp gäbe.
Spiel mit den Geschlechtern, Helene von Saldern:
Die Aufreihung von Infinitivsätzen wirkt katatonisch. Crossdressing u. ä. Ausdrücke: Ummünzungen von möglicherweise simplen Provokationen & Spielereien per Modevokabular zur gegenwärtigen Chic von irgendwelchen Plurisexualitäten… Nach dem 1. Weltkrieg (Fabrikarbeit der Frauen) waren in den 20er Jahren Frauen in Hosen nicht mehr so aussergewöhnlich, nicht? Im Theater war es (Angst vor zuviel Sexualität) viele Jahrzehnte Brauch, dass Männer Frauen spielten (Hosenrollen), so what? – Wäre eventuell der Hinweis angebracht, dass beide Geschlechter Anteile des anderen beinhalten? Es gibt nicht nur schwarz-weiss Mann-Frau…
Gabrielle Buffet-Picabia, Agathe Mareuge:
Name von Gabriële falsch. Positionierungsstrategien: Blödwort. Klingt nach neoliberalem Managerverhalten; das unterstellt totalen Willen. Vielleicht schlecht übersetzt. – Ein sehr guter Aufsatz, der sich mit der „doppelten Falle“ der Unsichtbarkeit der Dadaistinnen auseinandersetzt, erstens der von den Männern chauvinistisch besetzte Vordergrund, zweitens das bei Frauen üblichere Arbeiten für die Sache, denn für das Ego, drittens die vielseitigeren Horizonte der Frauen.
Musidora, Brygida Ochaim:
Irma la Vep wurde von den DadaistInnen sehr geschätzt, weil sie, die Hauptfigur in diesen Krimis ein Bösewicht ist, die Umkehrung der Verhältnisse. Wobei die Dadas auch andere Filme und SchauspielerInnen geschätzt haben. Der halb filmographische Beitrag hat nicht eigentlich viel mit Dada zu tun. Interessanter wäre vielleicht eine Darstellung der Beziehungen zwischen den Pariser Dada-istInnen und verschiedenen Künstlerkreisen, siehe „Kikis Paris“ (Kiki de Montparnasse).
Le coeur à gaz, Astrid von Asten:
Frau von Asten, schon wieder bloss so autistische Infinitivsätze, oh bisweilen ein Komma, also Teilsatz, bisweilen ein eingefügter Nebensatz. Handy-Generation? Auf 5 Seiten Text 3 Seiten Fuss-schweiss – äh, -noten. Packen Sie das doch in den Text, ergäbe 8 Seiten!!
Kurt Anna Schwitters, Isabel Schulz:
Übererklärungen, Tendenz zu kunsthistorischer Schwurbelei, Gelahrtheit ohne irgendwohin zu gelangen (wie denn?) bei 3 Seiten Text.
Köln Dada, Joëlle Warmbrunn:
Ein mediokrer Kurzfurz, 3 Seiten Text, 1 ½ Seiten Fursnoten. Fragwürdig.
New Yorker Dada-Frauen, Talia Kwartler:
Der Text ist gut; gerne wüssten wir viel mehr über Beatrice Wood, Clara Tice, Louise Norton und Mina Loy. Aber leider endet der wiederum kurze Text abrupt. Bringt doch diese frühen „Fanzines“! Bilder, Texte, zeigt uns die New Yorker Dada-Welt und nicht bloss ein Hinweis-Sätzchen.
Barbara Visser – Elsa von Freytag-Loringhoven, Simone Gehr:
Unnützer Kurztext. Visser hatte hier im Kunsthaus Zörich eine Ausstellung: irgendwie bloss Kunst… Was sollen wir mit einer digitalen Haut von E.v.F-L., die ich – ui ui! – die ich auch von innen ankucken kann? Ist das Hineinversetzen? Dada ist leider keine Kunst, sondern ein Geisteszustand (Huelsenbeck 1920), siehe dazu auch im Kapitel über Gabriële Buffet-Picabia.
dada wird euch ähneln, Nora Gomringer:
Irgendwelches Gerede einer Art Aftermieterin. Gell, ich kann auch Fremdwort.
Katalogteil in Bild und Wandtexten (entsprechend der Ausstellung):
Die Wandtexte sind teil ungenau; nun im Katalog werden sie auch aus Rolandseck hinaus verbreitet werden. Wieso kein Komplettabdruck von „Le coeur à Gaz“, wunderbares Heft! Wie schon gesagt: Wieso nicht mehr von den New Yorker Dadaistinnen? Auch von Marta Hegemann wüssten wir gerne mehr, von Angelika Hoerle… alles so hierarchisch unterwegs, diese Anbetung des bereits bekannten.
Fazit: Alles kurze Aufsätze, denen es selten gelingt, in die Tiefe zu gehen. Frau arbeitet sich dazu an bekannten Figuren ab mit meist schon lange bekannten Informationen; fast kein Neuland, wo es so viel herauszufinden und darzulegen gäbe. Dafür richten sich die Bemühungen teils eher auf die Zurechtbiegung der Ausstellung auf den plurisexuellen Zeitgeist, gegen den ich an sich nichts habe. Eine wirklich vertane Chance.
Mit Saskitsch und Mobility im lieblichen Baden (Würtemberg) Anfang Dezember rasch geholt: Kabey-Kästen! Grossen Dank an oben genannte Photographin, Fahrerin und alles sonst. Glücklicherweise ein Gepäckwägelchen des Flughafens am Hauptbahnhof gefunden. Die SBB ist so geizig geworden!
und satt Pommes gab es in Germanien, yeah! – Preis – Leistungsverhältnis plus Qualität sonst nur in Oberi bei Zermatt-Kebab. Fragen Sie den Experten.
das ist an sich nicht Dada, aber auch das Haus Zollstrasse gehört zur Genossenschaft, dieserhalb fand auch hier ein Fest statt, organisiert von Mätti Zurwolke. Hier im Bild Dadadorn, der das Lautgedicht NoFi vorträgt.
Eine Photographie von Maria Greco, entdeckt auf einem Friedhof im Kanton Zug oder so – einige Zeit her – und passt bestens zum letzten Dadabend im Kunstkiosk Baar, das Motto war: Baartuch.
Das Wort setzt sich aus Chaos und Stage zusammen, aber auch Chaos-Tage könnte passen, wobei die Veranstaltungen, die nun seit vielleicht 20 Jahren in unregelmässigen Abständen in Zörich u.a. in der Roten Fabrik, im Cabaret Voltaire, im Literaturmuseum, am Hubertus (gewesen) und im Perla-Mode (gewesen) stattfindenfanden, in der Regel abends stattfinden. Auf der Photographie die Organisatorin und Showmasterin Ajana Dracula. Respekt!
Photo: Ajana Dracula. Die T-Shirts können erworben werden.
Zwei Hinweise aus Berlin von Holger Wendland. Besten Dank. Auch die periphere Froschung zu Dada halte ich für sehr wichtig, denn Dada findet überall statt, schlägt Haken, hüpft, taucht, duckt sich, dreht Pirouetten, Grätschsprünge, wie es ihm beliebt.
Frisch um die Ecke gebogen Dadadorn, nach dem Anfügen des korrekten Ortes per Bleistift unter die vergrösserte Reproduktion einer Photographie, die Hans Arp, Mary Wigman und Sophie Taeuber 1925 am See in Arosa zeigt, jedoch mit Arosa untertitelt ist. Hinter dem kleinen See Tannenwald, dann Felsen mit Schnee. Das Museum reagierte im Sommer nicht auf ein hinweisendes Mail.
P-bf-pf – irgendwie beliebig… Was bringt KI wirklich? Die Maschine mischt sich etwas, aber es ist nichts Neues, sie schafft nichts irgendwie Neues. Daher ist das keine Zukunft.
von einem brasilianischen Künstler. Alle Rechte bei ihm…
Vor einigen Monaten erreichte diesen Rechner die Einladung zu einer neuen Ausstellung von Kim Grœnborg, ein Dada-Flux-Installateur, der vor einigen Jahren auch bei DadaAmeno mitwirkte.
finde ich DADA. So ist es mit Dada, jede*R kann sich die Schnitt- oder Über-Fluss-Mengen selber arrangieren. Hier zwei Photos für die Dada-Zeitschrift „Maintenant“ aus New York – threeroomspress.com . Schauet im Netz dorthin! Bestellt rechtzeitig Maintenant. Der Titel ist durch die Dada-Zeitschrift Maintenant von Arthur Cravan inspiriert. – Leider ist Pollesch letztes Jahr gestorben. Vorzüglich quirrlige, intelligente, verspielte Wortmassagen für’s Hirni. Einige seiner Stücke sind in Buchform im Buchhandel erhältlich.
Hier im Bild zu sehen das Bühnenbild zu „Liebe einfach Ausserirdisch“. Teil der Geschichte Science-Fiction. Photos: Admiral Graf B.
Woher was warum ist in der Rezension über das Gabriele Buffet-Picabia – Buch wenige Einträge weiter unten zu lesen, Etival und die Umstände sind auch in einem Wikipedia-Eintrag zu lesen. Das Festival brachte viele Dadas aus Paris, Mailand, Moinesti, Zörich, Chalons-sur-Saône, Strasbourg, Avignon, Lyon, Manchester, Carpentras zusammen.
Auf den Bildern – von 1000Sassa – viele von den oben genannten FreundInnen in der alten Bar von Etival. Ausstellungsware von vfcdada – Moinesti, Jackie Haynes – Manchester, und Dadadorn – Zörich, nebst teilweise ungenissbaren 30jährigen Schnäpsen und Likören aus der Zeit der Schliessung.
Alice McCabe is nun 40 jung – da war Party in Landan, Inglon, yippie, samt einer irren Cats-Mobilephone-Neuverfilmung, die Regie waren viele Teilnehmende in Form von Schwarm-Erinnerung. Gemalte Dekos von Alice McCabe. Der Film… ob er bald zu sehen sein wird? –
Dada Atlantique Saintes (oha, St.Pauli) lebt! Ganz in der Nähe der schönnamige Ort St.Même-les-Carrières – übersetze gut aus dem Französischen und denke an deine Karriere, du Steinklopfer. Dada-Karrieren verlaufen anders. Verlaufen (CH-dt:) zerlaufen…amöbisch!
Ein Leben für die Avantgarde Anne Berest, Claire Berest
Die Geschichte von Gabriële Buffet-Picabia
„Natürlich“ steht Francis Picabia mit seinen weltbekannten Malereien und hemmungslosen Texten im Vordergrund, voll im Vordergrund. – Die Frage, wieso Gabriële in den Hintergrund rutschte – sie wäre wohle eine grosse Komponistin moderner Musik geworden, eine Frau mit Charakter also Eigensinn, Kopf und Selbst:Bewusstsein.
1909. „Caoutchouc“ ist als ihr erstes gemeinsames Gemälde zu betrachten, sowie eigentlich auch alle weiteren avantgardistischen Werke von Herrn/Mann und Frau/Frau Buffet-Picabia, nicht? Ohne sie, scheint es, wäre er bloss ein bla Impressionist geblieben, nicht einmal Expressionist!
Es ist bei den Autorinnen offenbar viel Verständnis für Picabia da, der sich andauernd verantwort-ungslos aus dem Staub macht, um zu malen, für Affairen, sonst auf den Putz zu hauen. Anschei-nend führen sie eine Ziehharmonika-Beziehung. Viel wird Gabriële nur via ihren Mann geschildert – ça va? –
1911. Sehr interessant wird die Bekanntschaft Gabriëles mit dem jungen Marcel Duchamp geschildert und wie damit quasi eine Dreiecksgeschichte sich entwickelt.
Oft ist das Buch etwas reisserisch, dramatisierend geschrieben, Tendenz Boulevardstil mit suggestivem Imperativ/Indikativ und recht wenig wirklich von Gabriële darin, was von Agathe Mareuge im Katalog „Der die Dada“ als „die doppelte Dada-Falle“ bezeichnet.
Oktober 1912. Einfährt nun Guillaume Apollinaire mit den anderen zwei per Automobil in das Beziehungsgeflecht in Etival im franzö-sischen Jura, wo Gabriële herkommt. Seit dem 100 Jahre-Jubiläum findet daselbst nun jedes 2. Jahr ein Dada-Festival statt, das von ihrem Urenkel initiert wurde. https://duchamp-abade.jimdofree.com/contacts/
Januar 1913. Reise nach New York, Stieglitz Galerist, die „Armory Show“, die Symbiose zwischen Gabriële zeitigt „die schönsten Früchte“, die Ostküste der USA wird wild nach modernen Franzo-sen. Trotz sie, kaum nach Frankreich zurückgekehrt, von Francis manisch-depressivem Wesen mas-siv beeinflusst ist, beginnt sie das Projekt einer modernen Galerie in Paris anzugehen. Wird nicht.
Die pulsierenden Entwicklungen werden durch den 1. Weltkrieg für über 4 Jahre unterbrochen. Francis flieht wieder einmal nach New York, Gabriële nach Hause nach Etival, dann wieder New York, Walter Conrad Arensberg, Galerist.
Das Dreiecksverhältnis ist gekippt, Affairen, Picabias Krisen, Edgar Varèse erscheint, wildes Leben, Verschiebung nach Barcelona, ein weiterer Dada-KünstlerInnen-Exil-Knäuel formiert sich.
1918 Eintritt-Einfluss in die Pariser Dada-Bewegung.
Der Roman ist weniger ein Roman über/für Gabriële, mehr eine Schilderung der französischen Avantgarde von 1900 – Ende 1919: Trennung, Picabias neue Frau, Germaine Ever-ling, betritt das Buch, nächste Dreierbeziehung.
Buchende. Wieso. Wo bleibt überhaupt Gabriële? Sie hat Artikel, Texte und/oder Bücher geschrieben, daraus liesse sich doch über IHR Leben, Denken schreiben! Was über ihr Ende geschrieben wird, ist eine sentimentalistische Schwurbelei.
Da sind wir. Und ab morgen ist es quasi vorbei nicht vorbei – nach Weihnachten ist vor Weihnachten. Das Motto war in diesem Schaltjahr: 2024: 366 x 24.12.
Die grosse jährliche Schlacht des 3. Weltkriegs, der mit dem Wirtschaftswunder begann: die Wirtschaft gegen den Planeten – daher „Meinachten“. Meins noch mehr meins. Kauf mir schenk mir alles mir – und mit grossem Weihnachtslächeln.
Die Entdeckung von ZOZ diesen Sommer wird die Welt noch lange Zeit in Atem halten. Also ZOZ. Hier im kleinfein grossen Photomotel in Kassel (sehr zu empfehlen!, wer in der Nähe weilt…; jedes Zimmer ausgemalt, Kunst & dadaistische Applikationen überall…) Marco Krummenacher und Dadadorn in der muskulär-verbal-mikroelektrischen Vibration von ZOZ.
Photos: Sakitsch
Im Hof dann die Überreichung des ZOZ-Abzeichens an Elfi, Directrice des Hotels/Pension.
Vor einer Woche in London, im Vout-O-Renee’s, Geburtstagsparty, einerseits die Verfilmung von Cats, gekürzte Fassung, mit Handy, in 2 Stunden zirka und Party am selben Ort. Es traten auf: Jackie Haynes, Jeff Hilson mit einer inszenierten Lesung von Pilz-Minidramen und Dadadorn mit „NoFi“. Photo: Alice McCabe
Ein Photo zur Erscheinung des wohl jüngsten Hugo Ball-Almanachs hier eingetroffen. Auf den Almanach können wir höchstwahrscheinlich verzichten, a) da er nur Sekundärliteratur enthält und b) die Dada-Zeit Hugo Balls nur sehr kurz war, paar wenige Jährchen. Danach ist er leider in den schwarzen Katholensumpf zurückgeplumpst, aus dem herkam. Schade.
Das Festival gibt es seit 2012; es findet jedes 2. Jahr statt. Im Jahre 2020 wegen dem Covid-Käfer hat es nicht stattgefunden. Hier die aktuellsten Phoddos, alle von SaKitsch, oh tnxx!
Die Einrichtung der Bar. Abade (argot) bedeutet: ausgebüxtes Tier, das herumstrolcht.
Clairvaux-les-Lacs: Jackie Haynes, Dadadorn, der vermittels einer Baguette-Tüte eine sonnendämpfenden Brillenüberzug ausprobiert, Viorel F. Costea, Dada aus Moinesti, Rumänien.
Jackie Haynes, Manchester-Dada und Dadadorn bei ihrer Ankunft in Les Ronchaux, Ortsteil von Etival. Hinter dem grünen Wald, vor dem orangen Wald liegen die zwei Seen von Etival.
Von der Grenze in La Cure oben auf dem Jura-Hauptkamm. Mitten auf der Grenze steht das Hotel L’Arbezie; aufgrund seiner aussergewöhlichen Lage ist es eine Micronation: Principalité Arbézienne. Viva!
Mina Loy hatte erst eine Beziehung mit Marinetti, später mit Arthur Cravan, der auch eine kurze Zeit in St.Gallen in einem Internat weilte. Mit ihm hatte sie ein Kind und… FORSCHT ‚MAL SELBER NACH! Oder seht zu, dass auch in Europa ‚mal eine Ausstellung mit ihren Arbeiten stattfindet und dass vielleicht endlich ihre Texte und Gedichte auf Deutsch erscheinen! Da ist konkret Feminismus gefordert!! – Holt die Dadafrauen aus dem Schatten der Dadamännernamen! Vorwärts!!
Ein Werk von Chantal aus Avignon, Mina Loy gewidmet. Merci beaucoup!
und eine internationale Vereinigung von DadaistInnen aus England, Deutschland, Schweiz, Serbien, Frankreich ist aufgetreten. Der Veranstaltungsort war das elegante, hübsch restaurierte Hotel Erika.
Photos von Nikola Cavic (bitte die Häkchen oder Vögelchen über den beiden Cs hinzudenken, danke.)
Ein Brief von Raoul Hausmann und eine Photographie, die Tristan Tzara (rechts) in jungen Jahren in Rumänien zeigt. Provenienz der Photos unbekannt, alle Rechte liegen bei den Rechtsinhabern.
Wieder bunt und kräftig! – Tristan Tzaras Geburtstag liegt schon wieder einen guten Monat zurück und auch dieses Jahr hat aus mysteriösen Gründen (Bürgermeister) kein Dada-Festival stattfinden können. Sehr schade.
da alle Sprachen reine Phantasie zugrunde liegt, was jedoch auch wiederum dada ist, wenn Worte einen starken onomatopoetischen Anteil aufweisen, wie zum Beispiel krrrratzen, also lautgedichtlie Werte verkörpern.
Hier einer meiner Lieblingssätze. Der tschechische Satz unterhalb des Titels. – Das Heft: Eine Publikation aus Oleyres, wo sich wahrlich ein tüchtiges Nest von ‚PataphysikerInnen sich befindet. Sie feierten letztes Jahr ihr 50jähriges Bestehen. Kompliment! Das Publikationsorgan trägt den Namen Périphériscope. Online leicht zu finden.
Frisch aus Kassel von Jürgen O. Olbrich (Flux): Die Collage kommt nicht aus der Mode, scheint es. Da pflanz sich der Geist Dadas, ohne dass er wohl oft den CollagistInnen bekannt ist, fort. Nun, was für ein Zitat müsste nun folgen? – Schreibt mir ein Mail.
Hm, wo der Foto wohl herkommt? Eventuell von Holger Wendland?
Jedenfalls als Verbesserung gefällt uns das. Mit wenig Aufwand schält sich so der Bürger als Zombie heraus. Möglicherweise handelt es sich bei dieser Bronze um die erste Darstellung eines dieser Stoffdinger, mit denen man auf Reisen zu Schlafzwecken sich die Augen abdunkelt.
Möglicherweise das letzte lebende Exemplar… 2020 von Einbeck durch die Dadaine Brum in einem Raid nach Zörich importiert. Wann wir der Gerät wohl in Betrieb nehmen? – Zuviel Arbeit im Amt immer und noch… Hm. – Vorschläge?
Ein Brockenhaus, ein balkanischer Bäcker, Ateliers, ein Feuerwehrübungszentrum, Erwin Schatzmanns Wunderkosmos, das römische Dorf Vitudurum, und für wirklich wenig Geld in Oberwinterthur: grosse Pommes im Kebaphaus Zermatt – und kross!! – Wenn die Schweiz allgemein so grosszügig wäre –
Ein freundlicher älterer Herr – im Kosmos von Erwin Schatzmann – Dadadorn mit Rahmen-Antennen-Helm (Mothership Dada) – Boa!
Die zweite Tournee mit Eddie Feldmann. Die erste fand im Kanton Zug statt, vor einigen Jahren, mit einer Kleinsoirée in einem Frisiergeschäft in Baar und dito im Paettern in Zug 2017/18. Gut. – Diese zweite ging nach Germanien im Herbst 2022, zuerst nach Annaberg im (M)Erzgebirge und danach in die „Garage“ nach Berlin. Hm. Weniger gut. In Annaberg kam keine einzige Person; Berlin: durchwachsen. – Der Raum absolut passend aber.
Wolf Dee. Eddie Feldmann hinten, ?, Asta D., Wolf Dee Dadadorn
Photos: Uwe Moellhusen, Wolfgang Nick, Max Henniger, panpirat
Frühjahr 2023: Die Übergabe einer Petition mit über 20’000 Unterschriften an den Bundesrat, der SBB-Immobilienabteilung dergestalt zurückzubinden, dass sie nicht mehr einer der grössten Immobilien-Preistreiber ist. Im Bild die SBB-Krake und Leute des Vereins „Noigass 100%“. Im Hintergrund das schwülstig-verstopfte Bundeshaus.
Voilà finalement des information de l’ouest de la France. Des amiEs là – Artfilrouge – organisent depuis quelques années des éxpositions dédiées aux femmes Dada et à Dada.
Die Ausstellung fand in der ART FACTORY FLOX in Kirschau statt. Zur Ausstellung erschien ein schönes Heft: Es zeigt die sehr weit gestreuten Beiträge von Künstler*innen, sowie sehr berührende, ursprüngliche, einfache Herstellungstechniken von Brot. Die Ausstellung wurde von Holger Wendland organisiert. Photos: Holger Wendland. Die Rechte für auf den Photos sichtbaren Photographien und Kunstwerke liegen bei den Autor*innen. Tatsumi Orimoto, Flux, ist uns seit den 90er Jahren von der Galerie „7/8 Barmherzigkeit“ in Hamburg bekannt.
All these pictures are made by Jackie Haynes. Ambleside, der Ort in dem Kurt Schwitters während und nach dem 2. Weltkrieg in England lebte. Er verstarb dort und hinterliess in der Nähe die Merzbarn. Im Ortsmuseum wird Kurt Schwitters wirklich angemessen gewürdigt.
Muss irgendwo dort in der Gegend sein. Inglon. Jackie Haynes. Das Museum. und eine ganz grosse Collage, die ist aber anderswo. Fragt Jackie.
das Archiv K-Set (K-Set.net) just jenseits der Bahngeleise des Zöricher Hauptbahnhofs im Kreis 4 gelegen (vom Dadamt aus gesehen), ist ein Archiv von Plakaten, Handzetteln, Fanzines, Untergrund-Zeitschriften aller Art und Tonträgern. Einzige Bedingung für eine Aufnahme in dieses Archiv: Keine Unikate, die Edition muss aus mindestens 2 Exemplaren bestehen. – Unter-Grunz.
Der Flyer zu einer grossen Veranstaltung mit Konzerten und Live-Stömung im Frühjahr 2022.
26. September 2023 – nahe der Endhaltestelle der Tramlinie 2 Tiefenbrunnen. Eine kleine aber wuppige Soirée organisiert von Freunden der VerlegerIn aus New York. Die Beziehungen, die zu der Veranstaltung geführt haben, sind ein Glücksfall. Denn mit mehreren Anläufen wurde versucht, die Veranstaltung im Cabaret Voltaire durchführen zu dürfen, die Anrufende wurde unanständigst abgewiesen! Da stimmen einige Parameter im Cabaret Voltaire nicht.
Es traten auf, um die neueste Ausgabe der Dada-Zeitschrift Maintenant vorzustellen: Performer und LiteratInnen aus Luzern, Biel, Estland, Mailand, New York und Deutschland.
Maintenant war eine Zeitschrift vor gut 100 Jahren, herausgegeben in Paris von Arthur Cravan. Später war er mit der Dadaistin Mina Loy verheiratet.
Die HerausgeberIn des modernen Maintenant: Kat Georges & Peter Carlaftes, threeroomspress.com
Links Schrank mit Stempeln, im Hintergrund der Arbeitstisch Super-8, im Vordergrund links ein HADO. Rechts hinten an der Wand: Gemälde von Alice McCabe. Etwas höhergestellt: Die Mitarbeiterin für Datenverarbeitung.
In diesem Bild nun St.Pauli versucht sich Erleuchtung zu injizieren vermittels des Nürnberger Konus.
Collage des Tages. Es ist eher eine Stripage, entstanden durch Abriss. Der Tag liegt zwar schon ein Zeitchen zurück, aber auch heute ist einer. Vielen Dank an M. Rüegger für das Photo.
2020 im Herbst begonnen und wurde vor wenigen Wochen wieder einmal bearbeitet. Eine schwierige Rolle, ein Monster. Hado 5 wurde vor dem Umzug von der Binzstrasse an die Zollstrasse in Zörich geklebt, um eine grosse Menge an Papierresten transportfähig zu machen. Einige andere gross- bzw. langflächige Papiere wurden aus dem selben Grund angefertigt. Das Amt wird noch einige Jährchen an ihnen zehren bzw. diese erste Schicht Dada (Rohpapiercollage) mit einer oder mehreren Schichten Dada, also Collage und Stempel betütteln.
Keine Ahnung. Ein Schnappschuss von Sabine SchneiderZ. – Ganz genau und zentral: Warum zum Töiffel tun wir das? Ganz grunz-ätzlich aus Lust! und für die Lust. Endlich kapiert? – Ob solche, die das nicht kapiert haben, sich diesen Blog ankucken? Schenk uns Geld oder geh weg mit Deinem dummen Geld. Wie St.Pauli es vor einigen Jahren schon auf den Punkt brachte: Dada ist so billig, dass reiche Leute es gar nicht kaufen können. Da noch die Frage: Wollen Sie reich sterben?
Artist A and Artist B – Jackie Haynes und Heather Ross, die nun auch ihr Studium mit einer Dada-Arbeit abgeschlossen hat – haben einen Lastfallschirm erwerben können und verwandeln ihn nun mit Teilnahme des Publikums, also quasi Happening-Workshops in Dada. Hier eine Photoserie aus Loughrigg Tarn vom Frühjahr 2022.
Neuigkeiten, denn hier auf dem Blog ist der Beitrag ganz neu. Oder wusstest Du von den Happenings, hä?
Hier Vorankündigung einer Soirée aus dem Spätfrühjahr 2021; das Jahresmotto war „Electrodada“ – was für die Soiréen und anderen Aktivitäten während des laufenden Jahres nicht unbedingt von Belang ist, jedenfalls nicht für die weiteren Teilnehmenden. Eine Vorankündigung insofern, als dass in Bälde noch eine Menge Photos des Abends hier auf den Blog gepackt werden.
Im Bild v.l.n.r.: Dadadorn, Severin Hofer, Maria Greco, Eddie Feldmann und Johannes Dullin.
die Froschungsabteilung für Kultur des Dadamtes kann die Frage strahlend mit einem Nein beantworten. Die zentrale Manufaktur hat eine grosse Pappkistchen-Edition in petto. Aufgrund des Zerrinnens der Zeit und anderer laufend vordringlicher Obliegenheiten hoffen wir, diese grössere Arbeit noch dieses Jahr veröffentlichen zu können. Im Bild eine Vorankündigung im P.I.B. (‚Pataphysisches Institut Basel) im letzten April. Photographien: Sabine SchneiderZ.
Auf dem rechten Bild rechts das Plakat „Rauchen ist ödlich?“
In Toulouse befindet sich im Stadtzentrum die Dada-Bar, wir haben diese im Sommer 2022 besucht – hier nun haben wir vor einiger Zeit zwei Plakate der Dada-Bar zugesandt gekriegt.
Aus irgendeinem Grund mussten 10 von den Collagen-Schachteln des Dadamtes photographiert werden… Hier nun als Collage des Tages. Wie andernorts auf der Webseite annonciert, kann das Amt auf Anfrage besucht werden, selbstredend auch die Schachteln durchblättert werden.
diese fand statt am 7. Oktober 2023 im Hotel Erica in Langenbruck statt. Das Hotel ist sehr zu empfehlen; aus der Zeit des historischen Dadas etwa. In der Einleitung der Soirée wurde der Frage nachgegangen, ob Leny Bider, die Schwester des Schweizer Flugpioniers Oskar Bider etwas mit Dada zu tun hatte. Jedenfalls lebte sie recht genau während der ganzen Dada-Aktivitäten 1915 – 1919 in Zürich, siehe Wikipedia und die Publikationen des Frauenvereins Langenbruck.
Die Fassade des Hotels schmückte folgendes Reklame-Banner:
Es soll in der Stadt Kamenz, die sich nordöstlich von Dresden befindet, ein Dada-Museum befinden. Mails und schriftliche Anfragen blieben bis dato unbeantwortet. Es wurde im letzten Jahr eröffnet. Auf der Webseite der Stadt ist nichts zu finden, mit Duckduckgo: Es soll sich um eine Schenkung von 300 Werken der KünstlerIn Frank Voigt, Petra Lorenz und Volker Lenkelt handeln.
What the heck?? – Genau: DADA. Aus diesem Dorf ist Gabrielle Buffet-Picabia gebürtig, schaut es euch auf Wikipedia an & SPENDET auch! – Seit 2012 dem 100sten Jahrestag eines Besuchs von Picabia, Duchamp und Apollinaire findet jedes zweite Jahr im September ein Wochenende lang ein Dada-Festival da statt. So auch diesen Herbst. Gebt Gas, Leute, meldet euch an.
Die Cascades de l’Hérisson, Lac de Vouglans, das Hochtal von Mouthe mit der Doubs-Quelle… Es sind durchaus ab und an 100 – 200 Höhenmeter zu bewältigen; falls nicht direkt in einem Hitzesommer, ist das ein Klacks, nicht? Und sonst – schlau, schlau – in den Mittagsstunden an einem stillen Waldrand oder in einem Bistro Siesta machen. Wunderbar ruhige Hochplateaus mit Teichen, kleinen Seen, reich strukturierten Landschaften. Die erste Photographie zeigt die Bar in Etival mit Pili Piard, die dritte einen Vorort von London …
Im vergangenen Sommer konnte Viorel Costea in einer Galerie in Moinesti ausstellen, ebenso zieren viele seiner Werke die Korridore des Rathauses der Stadt. Das Dadamt grüsst Moinesti und Viorel!
Rückstand! – Hurra! Lecktsmi! – Wer nicht kommen konnte… is eben vorbei. In einem Jahr dann wieder, kurze Überraschungslesungen, um kleine Bojen ins Januar-Loch zu setzen.
Trotz massiv arschiger Preiserhöhungen die weder die Post (noch die SBB) geplant hatten… Eben heute meinten 2 Personen, sie hätten schon lange keine richtigen Briefe mehr erhalten oder persönliche Post. Halo? – – – – – Schreibt!! sonst kriegt ihr selber auch keine Post mehr, logo, oder? – Untenstehend ein gut gefüllter Kartenständer. Bestimmt 40 Motive hier käuflich zu erwerben.
das Wortspiel ist nach wie vor gültig. Das Rolex-Dorf hat sich bis jetzt nicht wirklich geändert. Eine Ausstellung im August 2021 im „Material“. Thanx dem Material und Tamygdala.
Zwei Dadas, photographiert von Tamygdala anlässlich eines strategischen Plaudertermins im Brocki-Café.
…es östert – –
wie sagt der Lateiner: „Mens sana in corpore sano“ – bedeutet in diesem Falle: Schachspielen für Bodybuilder; solche, die nicht nur aus geschwollenem Eiweiss bestehen…
Die Preise für beide Objekte sind jedenfalls jenseits –
Indem das im Amt zuständige Bureau über eineinhalb Jahre pausiert hat – Babypausbacke?, ist jegliche Aktualität nicht mehr gegeben. Was sich nicht geblogt vorfindet, wird nun peu à potaufeu nach Lust und Laune hier in die Digitalpfanne gehauen. Fertig hecheln, gell.
Der Bandname ist aktuell und lustig, leider war ich aber nicht am Konzert.
Im der Schweiz nahe gelegenen, aber abgelegenen Tiroler Hochtal nahe der historischen Dada-Tirol – Orte von 1922-23 fand im Maijuni 2022 ein Dada-Festival statt.
Das Festival wird auch dieses Jahr wieder stattfinden, 26. Mai – 21. Juni 2023 – www.medienfrische.com . Wie immer: Wer nicht kommt, ist selber schuld.
Neue Bilderchen, leicht verspielt von Jackie Haynes und ihren Töchtern. Unter anderem kleine Dada-Herden, auch Höcker-Dadas sind zu sehen; weiteres ist uns nicht zur Kenntnis gebracht worden.
ganz genau, das ist Zörich. Zwar einige Jahre her, aber allemal noch gültig. Wir grüssen in die Ferne das Sach- und Fachbuch „Dummdeutsch“ von Eckhard Henscheid.
Die Dadamt All Agentür hat neulich herausgefunden, dass eine spezielle Art von Schwarzen Löchern existiert, die Schallöcher. Diese schlucken absolut jeglichen Schall. Es könnte sich auch um eine Art Fliegende Untertassen handeln, die sich möglicherweise durch die Energie der absorbierten Schallwellen fortbewegen.
Quasi die letzten Photos aus der Binz. Yeshi, im dritten Bild sehr interessiert am Probenschwein von Schlingensiefs „Attabambi Pornoland“. (Photos Dadadance)
Neue Adresse: Dadamt Zörich, Zollstr. 121, 8005 Zörich
Ein grundsätzliches Problem der Schweizer*innen sei hiermit angeschnitten: Das Leistungsprimat für den Selbstwert. Dieser drückt sich dann in Lohn aus. Als Entschädigung für die Maloche hat „man“ dann etwas verdient oder leistet sich etwas – also Müll kaufen und noch mehr malochen. (Wie genau ist da die Sprache.)
Der Skandal scheint schon wieder vergessen, nicht? – Könnte es sein, dass die Schweiz so voller hoher Berge ist, weil dermassen viel unter den Teppich gekehrt wird, dass sich das Gelände mittlerweile ganz grauslich aufbeult?
hier ist als kleiner Vorgriff nun das Motto 2021 manifest – aber rätselet ruhig noch ein bisschen. Die Leitungen des Amts ja nicht anfassen. Denn nicht nur eineR leitet das Amt.
Hier noch: Besten Dank an Christian für diverse Telephonphotos, da es uns eines Scanners zur Zeit ermangelt.
Wie war das noch einmal mit der Konzernverantwortungsinitiative? – Das schweizer Erfolgsmodell per freudschem Verleser genau präsentiert: Handel – egal womit!
neu auch in Kyrillisch. Weitere Sprachen sind in Entwicklung. Pro Stück 10 Rp. plus Porto. Bestellen Sie tüchtige Portionen, sonst ist das Porto teurer als der Inhalt des Briefes.
Fin de Siècle-Literatur. Für meine Sinne als Leser heute: recht strapazierend, denn die ganze sentimentale Gestaltung, die Figuren des Romans und ihre Erlebnisse sind extrem, es scheint ziemlich gesucht. Sehr harte Gefühlslagen, brutale Schicksale, es tendiert zu Schwarzer Romantik und Grand Guignol, hat aber doch literarischen Anspruch, aber verpasst einem eine ungemütliche Achterbahnfahrt, die zu weitschweifig ist.
Nächstes Jahr wird es deutlich abgehen. Nachdem das gesamte Dadamt Hauptsitz & -gesäss neue Amtsstuben bezogen hat, werden wir dank einer vorzüglichen „Condor 750“ Plakate bis Format A2 mit Stempeln maschinell bedrucken können. Obacht!
Muster – Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmal dickfett bei der Dadaine Brum.
… die Ausstellung von Boskovic & Scarth. Da habt ihr etwas verpasst. Selber schuld, wenn ihr den Newsletter nicht beherzigt, ihr Herzigen. Abonnieren möglich unter: materialismus.ch
Yepp, der Buchladen ist von einer neuen Gruppe Betreiberinnen (Les directrices) übernommen worden. Erstaunlicherweise hat die Gewerbebolisei wegen der Deko noch nicht gemotzt.
Für ähnliche Produkte wenden Sie sich vertrauensvoll an das Dadamt.
…eigentlich haben wir „in diesem unserem Land“ zwei Orange Riesen. Der eine ein Konzern wie der andere, der noch behauptet, eine Genossenschaft zu sein. – Eine Spielerei mit Wortmüll.
hm, spätnachts – gerade schwierig, wer eher wsie mir das zugeschickt hat. Sog. unsichere Zuordnung. Das Amt bittet um Verzeihung. Immerhin geographisch in klar.
Es macht den Anschein, als würde das Kind für Instagram gezeugt. – Übringens wurde auf die hier praktizierte Art vor ein paar Jahrzehnten in Paris die Cut-up – Technik entdeckt. Lesen Sie den Text.
Die erste Dada-Veranstaltung nach Cornona: Dadabend No. 34 vor dem Kunstkiosk in Baar. Da die Beiträge auf diesem digitalen Vehikel umgekehrt der Reihe nach eingefügt werden, ist es zwar ein Apéro-Bild, aber wohl ein zuletztiges.
Es ist dem Virus ein Kränzchen zu winden. …wenn ich mich an jene „Minderleister“-Inszenierung in Düsseldorf erinnere, was da auf dem Sofa …mmh, …so getan wurde. – Je nachdem halten sone Conforama-Sofas länger als die dazugehörigen Ehen.
Für alle die, die eher einen europäischen Horizont, denn einen nazionalen haben: Der 1. August ist der schwerizerische Nationalfeiertag. Das Zitat aus der Landeshymne.
„Trittst im Morgenrot daher…“ Endlich stimmt das Lied.
wenn ihr schon ungefragt Werbung in Briefkästen werft,
auf denen „Keine Werbung“ steht,
müsste sie schon so gut sein, dass…
…man das Vintage-Shabby Chic-Trendbünzli-Grafikwesen
doch etwas besser im Griff haben sollte.
Als Hl. St.Pauli muss ich sagen, eure Werbung erinnert mich an…
Also: Die Sandwiches bestehen laut Bild aus 3 Teilen, nicht?
Two girls make Sandwiches für ’n flotten Dreier – mit einer extra Portion Liebe.
Wenn dann noch viel Verpackung darum herum ist,
freut sich der Resourcenverbrauch und das Klima auch noch mit.
Wenn ich mir nur schon vorstelle auf der ISS mit einem schlimmen Mundgeruch mitzufliegen, (geschweige denn bei Allschall mitzuwirken). …Aber vielleicht kann man mit dem Substrat, das die Filter aus der Luft ziehen, irgendwelche schwerelosen Erbsenexperimente füttern.
Nicht mit H-Rahm – Produkten verwechseln. Aber wie just wieder festzustellen ist, ist vielen Leuten nicht recht klar, was W (Watt), A (Ampère) und (V) Volt bedeuten. Der Strom kommt aus der Steckdose. Die Milch aus dem Tetrapak. Uran muss auskristallisierter Urin sein.
Zwei Blättchen aus unserer konstanten Produktion. Dada-Manufaktur.
Möglicherweise der einzige Punkt im Fürstentum Liechtenstein, der irgendetwas mit Avantgarde zu tun hat. a) Schimpfwort, b) Maltechnik c) Maler-Pech.
Es ist hinlänglich bekannt, dass diverse Avantgarde-Strömungen die Malerei vehement abgelehnt haben. Und nach wie vor ist Malerei (in Öl) und Autofahren (auch mit Öl) in mittelstandsbürgerlichen Schichten das höchste der Gefühle.
Eine Publikation des Cabaret Voltaire, angelegentlich der sgrafittischen Kratzmalung samt einer Ausstellung ebendieser DadaistInnen in die Gewölbedecke des Ausstellungsraums des Cabaret Voltaire 2013, Horizont 2016. Der Satz passt.
Zu den Vorworten
Eine Menge Vorworte, dafür sonst keinen Text im Buch, ausser den Lebensdaten der 165. Die Vorworte klingen nach Sonntagspredigten, das eine mehr salbig, ein anderes mehr mit Zitaten dekoriert, ein weiteres ein Allerweltsgeschwurbel; das von Adrian Notz, Direktor, liefert immerhin einige Informationen zur Auswahl der 165, noch mehr Zitate und seltsam religiöses Zeug dann. Was wollten sie alle eigentlich sagen? Am Ende wirkt alles wie Taschentuchwinken „Gute Fahrt! – schön, dass sie weg sind.“
Mark Divo und die Hausbesetzer, die eigentlichen Retter des Cabaret Voltaire-Hauses, werden komplett unterschlagen, eine ignorante Selbstgefälligkeit und Unehrlichkeit.
Die Ausstellung trägt den Titel „Dada in nuce“ – bedeutet das: Da da, du Nuss? Aber die Nuss bleibt hohl:
Die Systemisierung der 165 in vier Kategorien Überdada, PräsidentIn, Oberdada, Dada-SoldatIn ist schlichtweg dumm.
Grundsätzlich ist eine Kategorisierung, Hierarchie bei Dada ein Blödsinn, weil es dem Wesen von Dada widerspricht, zweitens haben die Dadas sich schon damals alle zu PräsidentInnen ernannt, drittens trug (nur) Johannes Baader den Titel des Oberdada – und: Viele Dadas haben den 1. Weltkrieg abgelehnt und nun werden sie zu SoldatInnen gemacht? Oder werden sie aus einer Hihi-lustik-Arroganz heraus zu kopflosen MitläuferInnen abgewertet?
In den Kurzbiographien taucht als Stichwort noch „Kompetenzen“ auf – ein wirklich schäbiges Wort aus dem neoliberalen Nutzen-gleich-Geld-Vokabular, man überlege die Wirkung hier. Natürlich kann man das als dadaistisch bezeichnen, aber dann wird Dada zur anything-goes-Beliebigkeit verwässert und verlächelt, was es NICHT ist.
Einige der Portraitphotos der 165 sind wenig bekannt, sonst nur das Ewiggleiche an Abbil-dungen; Hauptsache, das Buch wird dick. Es schleicht sich der Eindruck an, dass mit wenig Plan, vielleicht auch aus Zeitmangel eine Publikation hin musste.
Für die Kurzbiographien zeichnet eine Person verantwortlich, nennen wir sie ’mal Aline Juchler. Höchstwahrscheinlich versteht der Person keine einzige Fremdsprache und hat selbst Deutsch schlecht im Griff. Oft sind die Texte irgendwie dahergeschrieben, teils in seltsam nichtssagender und schlechter Formulierung, was schwanen lässt, der Person hat überdies keine Ahnung von Dada.
Zu den Dadas, die eh schon bekannt sind, gibt es lange Lebensläufe – langweilig, auch weil diese überall verfügbar sind. Weitere Personen, die relevant für das damalige Geistesleben (bis inklusive das heutige) waren, werden nicht in ihrem Wert entsprechend gewürdigt und positioniert. Von manchen Personen hat man den Eindruck, sie wurden ausgewählt, um den Katalog aufzupeppen oder für lustik oder mutik: Oioioi Bakunin! Aber wo sind dann Freud, Lenin, Marinetti?
Durchs Band eine grob lückenhafte und inhaltlich schlechte Recherche, vermutlich nur schnell ins Internet gekuckt und weil keine Ahnung von der Materie, auch keine Idee, wie und wo weitersuchen, geschweige denn bloss schon in fremdsprachigen Wikipedias. Es ergibt sich kein Bild des damaligen internationalen Geflechts, keine Ahnung wird einem möglich; wir haben vor uns lediglich eine lieblos hingeworfene Handvoll Würfelzucker, achtlos halb zertreten.
Steckt dahinter ein Topshot-Oberflächenkurator (Putzfrau?) auf Handy-Niveau?
Wirklich ärgerlich, wenn man bedenkt, welches Potential in dieser Buchidee steckt.
Recht frisch entdeckt – ein rechter Vorgriff in die Zukunft, noch 980 Jahre bis dahin. Wenn wir in etwa die Bewältigung der Gegenwart uns so betrachten… Wie ist Ihre Meinung, werteR KuckerIn?
Es ist wunderbar und Kracher & Lacher, wenn die Realität Dada übertrifft. Es freut das Amt sehr ganz & ganz sehr, dass es mit solchen Zusendungen bedacht wird. Diese ist von der Dadaine Ka/Ti aus Dortmund.
Die Eröffnung des Cabaret Voltaire unter neuer Leitung, Mitte März, Auszug aus dem Kunstbulletin. Isabel Lewis hat wirklich eine magische Situation im Saal voller Pflanzen, Düfte und Sitzgelegenheiten geschaffen. Ganz wunderbar und kraftvoll; eine Atmosphäre, wie sie m.E. nur Frauen zaubern können. (2. Abend)
Die verkrümmten Gestalten am 1. Abend – keine Ahnung… Irgend eine Art Laienspastikeryoga war das.
Die Scans sandten mir die Stereo-Attachés aus Kassel. Diese mussten leider ihr aktuelles Projekt druckfrisch in Eimer – aber kuckt sie euch an auf Youtube.
Hello Picwatchers.
Here you see a moment of the Allschall-performance in Dortmund,
part of the „Dada-Fair 2020“.
It was inspired by the Muppet-Show „Pigs in space“
and „Pigs on the wing“ by Pink Floyd.
The prosthesis (not the synthesis) of both is Allschall.
Pigwatchers, hi!
You see a lot of quantum loops.
Besides, the work is dedicated to Schwitters, because
he did nice works, spicy ’n‘ spacey.
It’s also dedicated to Frau Rabe, also performing, but
outside of the image. Kattke is also out of the image;
– what an incomplete picture! – she’s the only scientist,
who’s allowed to interprete Allschall and my works and
Eddie Feldmann (on the radio) has a permission.
Ask them for further informations.
The other performers by the way are Brum and Ka/Ti.
Leute & LeutInnen, vergesst die immergleichdämlichen Werbeseiten für Söckchen und Weinflaschen neben drapiertem stinkigem Fisch und Kracher der Woche in euren Zeitungen. THIS FRESH! – und Post! Gebt euch einen Tritt: JETZT ist die Zeit für MailArt!
die letzten Tagen von Holger Wendland zugesandt; HerstellerIn unbekannt, wir bitten die Rechtsnachfolger-Innen, sich bei uns zu melden. Übrigens: Die Spirale wurde für das zürcher Jubiläumslogo 2016 geklaut; es mangelte ihnen deutlich an Kreativität; Phantasie sowieso.
St.Pauli geht in den Ruhestand und wird von nun an als Schutzgeist in der Ecke stehen; röm. Tradition, Hausaltar. Alter vom Haus. Hier die Ikone von Kattke, im letzten Jahr schon verfertigt. DADADORN wird sich nun die Ärmel zurückkrempeln.
… wirklich ein komplexes Poem. Das Wort Ziereisen hält mich derzeit noch
von einem tieferen Eintauchen ab. Es lenkt meine Bewusstseinsströme in
ebenso wurstferne wie spargelferne Zonen … Und dann, unter allem:
goldwurst. Ziereisens Goldwurst. Metallische Klänge, Wurstgesänge. Wo, wenn
Wurst west, nehm ich den Spargel her?
In sehr freier Anlehnung an Hölderlin gesagt.
Bachelorstudiengang Medien & Kunst, ZHDK Herbstsemester 2011, Leitung Adrian Notz
Eine gelungene Publikation. Alles Gedichte, Vignetten, kurze Sprachspiele, spontan entstanden oder mit Zufall, unsortiert, Aschenputtels Tauben blieben in der Bratröhre.
Eine fadengrade Sache, sagt man hierzulande. Schön das. So sind auch manche Kurztexte dabei, die eineR nicht so toll findet, aber vielleicht ist ja gerade das die Geschmackssache an der Sache!
Klar offen frei dada.
Schön, das breite Spektrum, gerne erlebten wir eine Lesung von diesen Konfettis.
Frisch aus unserem teuren Billigblatt – TagesAnzeiger vom 22.4.20 –
(das sieht man daran, dass sie’s nicht schaffen, selber eine Photographie zu machen,
sondern aus dem günstigeren Germanien beziehen.)
– unterbreite ich euch die heikle These,
aufgrund des untenstehenden Textes,
dass wohl die Wurstimperialität bald ‚mal auf die Schweiz übergehen könnte.
Die Verschiebung von Machtwurstpotential nach Süden zeichnet sich ab.
Die Wurstpotentiometer schlagen heftig aus,
dauernd werden Würste mit überhöhter Geschwindigkeit gemessen,
Büssen unmöglich,
da jeweils schon gegessen.
Unheil schwant?
Wurstschwäne?
Grausam ist ihr Schnappen, carniwurstig.
Grosse Wurstwummenschwärme tauchen aus dem Nichts auf
und stürzen sich in Kinderwagen.
Schreiende Mütter!
Aber dagegen werden in Zürich bereits Schoppenflaschen in Wurstform eingesetzt.
Weitere Meldungen folgen vielleicht
Wurstgravitationsmessamt
Dadadorn
P.S: Wenn man grosse Würste gekonnt abhäutet,
kann man sich daraus Atemschutzmasken basteln.
Hier. Die moderne Hausfrau. Die frappantesten Sachen, nie auch nur im Traum gedachte Hilfen für das tägliche Leben zuhause, bei grosser Hitze, starkem Wind am Terrassentischtuch, Glatteis, Hühneraugen, was rede ich so unbedarft, nur die Oberfläche streifend, daher. Tief wurzelt kleines Ungemach im Heim – hier ist wirklich Hilfe. Wir werden abklären, ob man diesen etwa reclamheftgrossen Bestellkatalog abonnieren kann.
Von der Farbgebung, Gestaltung und Papierqualität her identisch mit „Athleticum“. In diesen Zeitungs-beilagen sehen Sie heute, was gestern als Sperrmüll an der Strasse stand.
…eine Reminiszenz an Ur-Dada-Produkte. Ich zeichne selten… „Le coeur à gaz“ ist interessant zu übersetzen. Das gäserne Herz, das Gasherz, das gaslige Herz, … dito: Das bartene Herz, das Bartherz (Barthendl?)…
Schlechte Werbung für einen Fonds, der in seiner Art einzigartig wohl ist. Der Text ist blass und von oben bis unten mit all den abgeschabten Versatzstücken von leere Slogans (lieber Schlagsahne) betrümmert; fehlt auf der Collage nur noch der von der RUAG (eidg. Rüstungskonzern): Together ahead (…off!). Oder muss Werbung luschig sein, um die Mittelschicht, das Mittelmass zu erreichen?
„Kurt Schwitters – Merzkunst“ von Isabel Schulz bei Klinkhardt &Biermann, 2020
Ein hübsches Büchlein, handlich – etwa A5, reich bebildert. Es gibt einen guten, leichten, knappen Überblick über Schwitters Leben und sein intensives, unaufhörliches Gestalten.
Die Abbildungen sind passend zum Text im Buch verteilt und passen gut zu dem was geschrieben wird, in der Tat.
Man merkt bei der Lektüre, dass Isabel Schulz vom Sprengel-Museum Hannover Fachfrau zu Schwitters ist. Es geschieht ihr jedoch recht häufig, dass sie Sätze nicht einfach schlicht stehen lassen kann, sondern sie werden mit unnützen Worten künstöhistoroid verstopft und bemühen eine Überhöhung herbei.
Sie müsste uns eigentlich nicht beweisen, dass Sie von der Sache Ahnung hat. Sie hat sie.
Alle die gut gewählten Kapiteltitel hätten gut ins Inhaltsverzeichnis gepasst; was mir im Buch noch fehlt, das Buch scheint eine Art Nachkatalog zur Ausstellung vom letzten Jahr zu sein, ist eine grosse Liste mit allen Avantgarde-Zeitschriften, in denen Schwitters publiziert hatte; eine solche hing in der sehr gut gegliederten 100-Jahre-Merz-Ausstellung.
Für einen raschen Einstieg ins Merz-Universum ein wirklich gutes Buch und ist auch gar nicht teuer.
damals haben wir bei der Redaktion angefragt, ob und wie sie so ein Titelbild sähen. „Es käme zunehmend Spitzentechnik auch für Haustiere zum Einsatz und das könnte Jugendliche interessieren.“ sinngemäss zitiert.
Ein wehmütiges Gefühl umspielt das Niveau… „Friday“ ist nicht mehr. Aber in den diversen Sedimenten des Dadamtes… O ja. Amt ist Sediment, für Liebhaber eine Art Crèmeschnitte. In diesem Falle lautet die Bemerkung: Inhalt muss man gross anschreiben.
Bestellt Bücher bei eurem lokalen Buchhändler, nicht bei Amazombie, der seine Sklaven Überstunden schieben lässt und die Covid-Sicherheitsmassnahmen ignoriert!! – Hier im Bild eine alte Papiertüte von Paranoia City. – Dadaistischen Geheimdienstberichten zufolge, sollen die neuen Directrices den Laden umgestellt haben. Wenn sich das öffentliche Leben in Bälde wieder zu normalisieren beginnt, wird es ein fulminantes Eröffnungsfest geben.
das einzige richtig wirkliche Medikament in der jetzigen Chriesi: Sarglos. Tretet Sarglos bei, unterstütz die Gruppe Sarglos, entwickelt Ideen für Sarglos! (Im Internet zu finden.) Zwei Exemplare dieser einzigartigen Aluminiumtafeln hat das Dadamt von Mätti zugeschickt gekriegt und wir fühlen uns gross geehrt.
Ein Substrat der Subkultur – und sie wird sich nie vereinnahmen lassen im Namen des Vereins. Es erinnert an virtuelle Teilchenpaare; kleine Dinge, die kurz auffunkeln und schon wieder weg sind. Aber Fünkel!
Man nehme 2x Mist und verschränke ihn, Resultat: erst recht Mist. Das ist schon ziemlich neoliberal. – Passend zum Thema das Wort „Marktlogik“. Hm, die neoliberale Idee ist eine schlichte (und bösartige) Methode und hat gar nichts mit Logik zu tun. Die Logik, die ins Feld geführt wird, soll bloss suggerieren, dass die üble Masche nicht in Frage gestellt werden darf. Schlafen Sie wohl.
Ja, eigentlich warten wir hier im Dadamt darauf, dass KI so richtig bei uns ‚reinknallt wie Hulk oder Weihnachten. St.Pauli träumt von so einem iRobot kombiniert mit einer Drohne, der dann selbsttätig auch obendrauf auf den shabby-chic-Möbeln und allem Factory- und Handmade-Gedöns den Staub saugt, vielleicht hat das Gerät auch noch ein paar Stahlprojektile an Bord, die der psychisch deformierten Indoor-Katze in die Flanke gejagt werden, wenn sie neben das Kistchen pisst. Zur Zeit natürlich mit einem Kanisterchen Desinfektions-Sosse ausgestattet, mit der ihr in sanftem Schlummer, mehrmals nächtlich im Fluge besprüht werdet… KI – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Kein Witz, wir haben eine Anleitung verfasst, wie man sich heiligsprengen (nicht sprechen) kann. Das hat gar nix mit Sprengstoffwesten und -osten zu tun, sondern mit Steckenpferd DADA, das einhersprengt. Capito, Palmenfrisur?
…wobei der Heiniger als Regierungsrat einen recht guten Job gemacht hat, so wie der Mario Fehr (FEAR!) als Mann der SP einen widerwärtig schlechten macht.
Die aus den kosmischen Wellen in Daten umgewandelten Informationen liessen sich nur rudimentär in für uns leserliche Zeichen ausdrucken. Die Arbeitsgruppe „kosmisches Textverständnis“ nennt die Nachricht -Allfriedhof- ob des kreuzförmigen Zeichens links oben.
Diese kleine Aussprache- oder Gesangsübung kann hier auf dem Amt bestellt werden. 1 Fr. + Porto pro Stück. Vielleicht ‚mal ‚was anderes als immer diese Ostergesänge?
Nochmal einige Photos von Dortmund. Allschall vollknall & noch ein paar mehr Photos von den üblichen TäterInnen, welche zusammen einen eleganten Humor und kratzig lachendes Vergnügen pflegen. Die Photos sind von Jackie Haynes, Manchester, England!
Das da Bildchen liess sich nicht drehen, viva KI! – Das wird ja bestimmt klappen.
Das ist ein Stempelalphabet. So ’ne scharfe Sachen – und die Dinger sind 7 cm gross! – gibt es für nich’mal so viel Geld bei der eks – Einbecker Kennzeichnungs Systeme. Ganze Platten machen lassen, ausschneiden und mit Kontaktkleber/Gummileim auf Hölzchen kleben. Und ab geht’s!! (Line up & Photo: Brum, Dadaine)
Aufgrund der kreuzartigen Zeichen nennen unsere Experten das Papier (auch das noch; Sie erinnern sich – es ist eigentlich ausgeschlossen, dass die Nachrichten aus dem All anders als auf Pappe sich produzieren) Allfriedhof. Jedenfalls verzerren starke Störungen die Wellencluster.
Irgendwie vielleicht machen die Leute etwas falsch. Ich befriedige mich mit der Arbeit. – Oder haben viele Leute den falschen Job? Wie läge der Globus, wenn mehr richtige Arbeiten gemacht würden? Oder hat nicht jeder 8. direkt oder indirekt mit Autos zu tun? Hm. „Im autonomobilen Reich“ (H. Arp) Dada siegt.
Zwar nicht mehr die jüngste Zeitung, aber lag im Sommer 2017 in Moinesti frühmorgens auf der Strasse herum. – Wie schon gesagt: Jetzt habt ihr alle Zeit, hübsche Post zu verfertigen.
Eine Meldung der Depeschenagentur (DA): Heute hat die UNESCO-Vollversammlung mit 132 von 131 Stimmen das Corona-Virus zum chinesischen Weltkulturerbe ernannt.
Wir müssen konstatieren, dass wir schwer gestörte Wellen hereinkriegen. Der Empfänger Bodo IX wurde bei laufendem Betrieb überprüft, ebenso der Drucker und die Kartonfabrik. Folgend ein Teil der Serie von 15 Stück.
Leute, es wäre doch wirklich der Moment für Mailart, Briefe schreiben, waswas? Viele haben doch just etwas mehr Zeit – (ausser Spitalpersonal etc.) – Selber schuld. Wer keine Post fabriziert, kriegt auch keine so schöne wie das Dadamt. – Der Text unten rechts gibt etwas Erläuterungen zu den Performance von Kattke mit den EngländerInnen an der „Dada-Messe“ in Dortmund – etwas weiter unten hier aufm Blog.
Ein Artikel aus dem TagesAnzeigerMagazin, was wir zuhause alles tun können während des Hausarrests. Bitte beachten Sie auch die Kurzgeschichte von Daniil Charms, „Abenteuer eines Caterpillars“.
Sehr freundlich, dass der Grossverteiler doch noch seine Werbung im Tagesanzeigermagazin schaltet, ist im Moment doch so schön Shoppingpause – oder bringts der Dieselmotor anstatt der Storch?
Vor einigen Monaten erhielt das Dadamt Besuch von einer kleinen Gruppe einer Mittelstufenklasse aus Zörich; das Thema für ihre Schulzeitung war „Schräg“. Mit Vergnügen habe ich Auskunft erteilt und den Jungs eine Portion Zettel aus der laufenden Produktion abgegeben. Hui, sechs Seiten habe ich in der Zeitung abgekriegt.
schön, dass uns die Schweizer Geschichte ein Rettungspaket serviert. Worin das wohl besteht? Bergier-Berichte zum Hände abwischen nach der Desinfektion? Rütli-Schwur-bel? Ein paar Gebisse von Marignano? Die aus allen Rohren gebrüllte Humanität, die nicht mehr das Papier wert ist, auf dem sie gedruckt?
Die einzige Schweizerfahne die ich je akzeptiere. Daher habe ich auch ein T-Shirt: Stolzer Schweizer seit 1916. Das einzige, worauf die Schweiz wirklich stolz sein kann.
…Brum Dadaines Fund vom Nachtflohmarkt in Dortmund. Die haben einen direkten Draht zum CMB (Cosmic Microwave Background) Irgendwie wundert uns Nauten gar nix, was alles im All so wuselt.
2019 natürlich. Wie öfter der Fall, bzw. vielleicht immer, hat das Dadamt eigene Zeitskalen, und da der Raum gekrümmt ist – wieso haben eigentlich Sie keine verkrümmten Zeitskalen? Item: Das Konzert war wunderbar; klar ist die Band in die Jahre gekommen, aber der Sänger hat immer noch die gleiche Lockerheit und immer noch die gleiche tolle Stimme. Im Palais X-Tra am Limmatplatz war.
Was haben wir in der Hand, Santa Madonna! – Falls Sie stehen, lassen Sie entspannt Ihre Arme hängen. Dann schwingen Sie diese entspannt vor Ihren Leib, dass sich die Hände locker übereinanderlegen und festhalten. Was Sie nun unter Ihren Händen spüren, das haben Sie in der Hand oder was Sie zwischen Ihren Oberarmen spüren. Geniesst die freie Zeit! Es grüsst fröhlich St.Pauli. – Die Collage die wir mit dem Titelblatt der Zeitschrift machen, wird hier nicht publiziert, ziert nicht den Blog.
tif. Hoffentlich kann das geöffnet werden. „Mpiff tilf too – jü kaaa“, bleibt uns da bloss anzufügen. Wer es nicht kann, wende sich vertrauensvoll an das Dadamt. Wir helfen Ihnen weiter.
Das Amt arbeitet etwas faul, aber nach Kräften. Hier die neue Collagen-Schachtel. Das befindet sich auf der Stirnseite der Schachtel. Diese Möglichkeit besteht.
Soweit der Beitrag unseres Tages-Anzeigers. – Zwote Spalte unten. Das Amt grüsst mit Kichern; der Journalist scheint uns eher beim Hamsterkauf für Klopapier gewesen zu sein, die Record-Taste nicht richtig gedrückt oder das CrO2-Bändli verheddert. Wir sangen komplett und fehlerfrei „Dadarchy in the Switzerland“ –
…kein Witz aber, denn in einer Zeitung war als Schlagzeile zu lesen, ca. vor einer Woche, dass sich die SchweizerInnen mit Gummis und so Spielzeug eindecken.
Wieder eine ganz neue Fassung, diesmal mit einer grossen Crew von 6 NautInnen: Rabe, Ka/ti, Brum, Kattke, Eddie Feldmann und St.Pauli – eine unglaubliche Reise wars, ein Brummen, Schleuderung. Ein grosses Kompliment den Realisateusen und allen und dem Langen August. Photos: Brum, Dadaine. Diese Photographie von Rüdiger.
Die Teppichetage über dem „Kunstkeller Annaberg. Eine Dada-Geschäftsreise führte uns im Januar zu dieser wunderbaren Insel im Merzgebirge. Photographie: Jörg Seifert.
Ja geradezu ekelhaft, der elegante Vortrag „Das Huhn und die Wurst“ am 22.2. wurde wiederholt von Künstlern oder DadaistInnen, Dadainen, Passanten oder Querulanten unterbrochen. Sie sehen hier St.Pauli mit einer Fliesen-Brustwarze und einer Plastikbrustwarze, beide in der Querstrasse hinter dem „Künstlerhaus Dortmund gefunden. Etwas weiter unten sehen Sie seine V-6 Züri-Eier (Bio). Photograpie von Brum.
ein Sprung zurück – die Mail-Art – Ausstellung im Haus Rosengarten an der Kalkbreite in Zürich. Die Dada-Wanderausstellung von Sabine Küster „Musentritt“ aus Berlin. Die Ausstellung dauerte einen Abend und es war ein Vergnügen: JedeR konnte die eingesandten Werke alle in die Finger nehmen; es wäre mit viel Aufwand verbunden gewesen, alles zweiseitig sichtbar zu machen. Sehr haptisch, sehr dadaistisch, da geht’s längs!
wird sie aus dem Vollen schöpfen, obacht. Auch Kattke wird an der „Internationalen Dadamesse 2020“ in Dortmund anzutreffen sein. Im Bild ein kleiner Ausschnitt aus ihrer Materialhandtasche.
in Nordwestengland – ein Vortrag von Jackie Haynes, die zu Kurt Schwitters froscht; etwas von den Rohmaterialien oder Artefakten war auch in Ameno im vergangenen Sommer zu sehen. Mehr ist nicht bekannt. Auch sie wird bald an der „Internationalen Dadamesse 2020“ in Dortmund auftreten.
Passiert immer ‚mal noch wieder; welche ‚Fuffen meinen bloss, dass in einem Mail-Art-Couvert weissdergeierwasfürwertsachen drin stecken… oben UND unten aufgeschlitzt. Oder ist das als Kompliment zu werten? Produzieren wir scharfes Zeug?
Hier einige Abbildungen von Seiten aus dem Hado 1, welches an sich fertig ist, jedoch bisweilen finden kleine Verdichtungen noch statt. Mehr können Sie direkt im Hado 1 ankucken, hier im Dadamt in Zörich.
…und heute ist Freitag. Freie Bahn für eine Ausstellung, ich kenne den Maler Osmar Osten und einige seiner Sachen. Ohafein und der hat wat im Augenwinkel.
Eine der ziemlich vergessenen Dadaistinnen. Vom Elsass zum Guggenheim-Museum! Die Dada-Baroness hatte wirklich ein aussergewöhnliches Leben und hat sich jenseits des Atlantiks sehr für die abstrakte Kunst eingesetzt. Einigen Künstlern hat sie durch Ankäufe geholfen, die Jahre des Zweiten Weltkriegs durchzu-stehen. Das Buch ist ausgezeichnet und umfassend recherchiert, derart, dass es sich manchmal wie Gossip liest. Diesbezüglich prima Futter für jemanden, der ein Gedächtnis für alle die Namen und Orte hat, wer damals sich mit wem wo wann getroffen hat und gekannt hat. Einige Abbildungen von Dada-Werken oder aus späteren Schaffensphasen hätten dem Buch gut getan. Das Buch liest sich sehr gut.
Schade, dass die Zeit der frontalen und platten Werbungspeitschung schon wieder vorbei ist. Letzten Sommer in Italien meinte St.Pauli: „Wer einen Plastik-Tannenbaum besitzt, der unendlich immergrün ist, hat das Recht immerfort für Weihnachten zu shoppen.“
Der Gründer und Frontmann von Drahdiwaberl ist nach drüben, das Erinnerungskonzert war im Oktober 2019 in Wien. Yepp, fetzig war der Stefan Weber und konsequent anarchisch. Viva!
der ersten Phase des „Cabaret Voltaire“ – Zürich 2004 – 2019
Vorbemerkung
Gämsenfüsschen, weil das Gebäude erst seit der Wiedereröffnung 2004 so heisst. Der dama-lige Name Meierei wäre treffender, denn was in diesen Jahren gemüllert und gemeiert wurde – aber schauen wir ’mal.
(Keine Anspielung im Geringsten auf Philipp Meier!)
Die Vorgeschichte ist hinlänglich bekannt:
Als das Gebäude, das 1916 für etwa vier Monate die Soirée-Serie namens Cabaret Voltaire der Dada-GründerInnen beherbergt hatte, nach 2000 ’rum zum Verkauf stand, schlief die Immobilienabteilung der Stadt Zörich. Das Gebäude wurde an die Swiss Life verkauft.
Mark Divo und die poetische Häuserbesetzertruppe „Häuser & Wir“ haben daraufhin das Ge-bäude bewohnbar gemacht, mit Kultur gefüllt, für jedermann* geöffnet und so lange Nonstop-Dada-Shows veranstaltet, bis die Stadt erwachte und immerhin zu einem säuischen Preis mie-tete sie fortan die Räumlichkeiten der einstigen Kneipe. Wenige Jahre später ergriff die städti-sche Holzweg- und -kopfpartei SVP (schweizerische VoPo) das Referendum gegen die Ver-längerung des Betriebskredits, welches die StimmbürgerInnen mit 2/3-Mehrheit versenkten.
Vor kurzem nun ging es in einer kommunalen Abstimmung darum, ob die Stadt das Gebäude im Tausch gegen städtische Immobilien tauschen kann. (Schon sonderbar, dass eine schon lange solid rotgrün regierte Stadt sich mit einem börsenkotierten Konzern ins Bett legt und merkwürdige Liegenschaftshändel tätigt.) Der Deal kam durch.
Zum Inhalt:
Viele Jahre war ein Duo von Kuratoren tätig. Philipp Meier für das zeitgenössische Dada, Adrian Notz für die historische Seite. Das funktionierte eigentlich gut; Philipp Meier sorgte immer ’mal wieder für kleine Skandälchen, eigentlich richtig hübsch Dada; die Presse schrieb mit Vergnügen. Aber sofort kam die Stadtregierung wie Kläffpinscher an der Leine der SVP angehoppelt und tränelte: „Böböböbö! So etwas dürft ihr aber nicht mehr machen!“
a) Störung der Totenruhe – Zörich, Stadt der Rolexboutiquen?
b) Stimmen-Verlustangst der SP & Co. trotz feudaler Mehrheiten?
2013 sprang offenbar ein gewichtiger Sponsor ab – Finanzprobleme. So stellte sich plötzlich die Frage, welcher der beiden Kuratoren gehen muss. Rouge ou noir? Was tippen Sie?
Da gibt es wenig zu raten und es gab kein Glücksspiel. Der witzigere wurde gegangen. Es muss allerhand Stunk in der Affaire drin gewesen sein.
In diesen ersten Jahren erinnere ich mich vor allem an eine Soirée, die sich gewaschen hatte: Der Beat-Poet Gion Giorno trug Dichtungen vor, der Verleger von Walter Serner, Klaus G. Renner wurde interviewt und da war eine Hand voll junger Franzosen, von denen einer Country-Musik sang, immer wieder das Spiel unterbrach und mit einem Astlochbohrer Löcher in seine Akkustik-Gitarre knirschte, bis sie im Eimer war.
Auch das Fest nach dem abgeblitzten SWauwauP-Referendum war ein sehr vielseitiges und ausgelassenes Gebrodel im ganzen Haus.
Andere Veranstaltungen waren nicht so mein Bier, da sie recht konzeptuell, theoretisch und kunstartig thematisch daherkamen; Dada ist teilweise Geschmackssache.
Adrian Notz blieb übrig und nannte sich fortan Direktor.
Gefühlt hat er über alle die Jahre immer die gleichen KünstlerInnen eingeladen; das Voka-bular in den Newsletters war das der (land-)läufigen Kunst, alles war „kuratiert“, Theorie-disskussionen, es handelte sich um Kunst;
– dabei ist Dada per definitionem keine Kunst –
was irgendwie hätte skandalisch sein sollen, war nur noch imagiert im Direktor drin. Die Tendenz des Habitus des Direktors und der veränderten Inneneinrichtung versuchte auf Dandyismus hinzuwirken, was ziemlich fragwürdig ist, denn entweder ist eineR Dandy (Sorte Serner, J. Rigaut, R. Roussel, W. Duchamp; F. Picabia), aber herstellen? Es gehört höms… auch Esprit dazu.
Ein Zeitchen waren mit Grafiken versehene Thesen des Direktors auf Goldfolien in den Räumlichkeiten des Cabaret Voltaire angeschlagen; im Jahr 2015 wurde der 99. Geburtstag Dadas mit einem verkrampft inszenierten Nummernprogramm begangen, das u.a. auch Austernausschlürfen beinhaltete; auch andere Beiträge hätten lustig sein sollen.
Es stellt sich die Frage, inwiefern die Sorte Schickymicky-Imitation inmitten von Luxus- und Yuppie – Läden irgendwie Sinn macht.
Die Übernahme der Restauration vom langjährigen Pächter und die Vertauschung des Shops mit einem weiteren Tresen hat wahrscheinlich nicht die erhofften Mehreinnahmen gebracht. Von da an war das Cabaret Voltaire die halben Zeit geschlossen.
Der Herr Direktor Notz veröffentlichte in der Zeit drei Publikationen in Buchform.
Das erste, „Modul“, Dada-Gedichte eines Semesterprojekts mit KunststudentInnen. Ein gutes Büchlein, mit schrägem Zeug drin, in dem sich aber auch ablesen lässt, wer a) eher eine Ader zur Schreibe und/oder b) wer etwas mit Dada anfangen kann.
Zum zweiten: „165 Dada ist Innen“ – ein sehr schöner Titel!, im 99. Jahr Dadas publiziert und stellt alle 165 DadaistInnen vor, die zum 100-Jahr-Jubiläum gefeiert werden sollen. – Pause – Leere – Stille – .
Es würde mich wirklich interessieren, wer die Pfeife ist, die alle die falschen und zeitge-schichtlich falsch gewichteten und höchstwahrscheinlich per oberflächlicher Inernetrecherche zusammenbelieberten Informationen verbrochen hat. Absolut mangelhaft und unsorgfältig, möglicherweise Zeitdruck und unterbezahlt – derart unsorgfältig wirkt es; höchstwahrschein-lich hatte die Person auch keinen Schimmer von der Materie und keine Fremdsprachenkennt-nisse. (Hier im Dadamt befindet sich zwar keine grosse Dada-Spezialbibliothek, jedoch zu den italienischen Dadas können hier in einem italienischen Buch spaltenlange Lebensläufe gelesen werden, im „165“ schlicht nix.) Aber: Wer hat den Dünnpfiff dann durchgewunken? Und kommt noch auf die dämliche Idee, Kategorien wie „Dada-Soldat“ zu erfinden. Lustik?
Kleiner Exkurs zum Jubiläum 2016:
Es täte mich doch wunder nehmen, wie viele Leute an einem der 165 Male morgens irgend um 06.00 Uhr im Cabaret Voltaire in der „Krypta“(?) an den sog. „Offizien“ zur Ehrung des Tagesdadas teilnahmen. Schlecht verdauter Frühmessen-Katholizismus – ich war nie dort.
Der erweiterte Rahmen von „Filibanserin 100“: Es gab Vorschläge für ein Dada-Tram, das im Verlauf des Jahres auf allen Linien verkehrt wäre – mit Live-Programm; jeden Monat in ei-nem der 12 Stadtkreise Workshops und Veranstaltungen abzuhalten etc…. Die Institutionen der Quartierkultur in den äusseren Stadtkreisen hätten es sehr geschätzt, denn alle Kultur findet immer nur im Zentrum statt, darüber hinaus wäre es bei beiden Ideen auch darum gegangen, Dada der Bevölkerung näher zu bringen. – Trotz des Konzept-Mottos „Lokal -global – universal. – Kein Geld. Mach’s Dir auf wemakeit. Geld gab es nur für den Eigenurin des Kurators (nicht identisch mit Hr. Notz) und zwar in Hülle und Fülle; nach nur 5 Monaten war der Spuk vorbei und 1-1,5 Melonen weg, die Bevölkerung genervt ob all dem medialen Hype, denn das ganze blieb elitär.
Die „Zürcher Festspiele“ im Frühsommer im Anschluss daran – eigenes Budget – widmeten sich in jenem Jahr ebenfalls Dada und hatten viel erfrischendere Ideen…
Buch, das „Dada Handbuch“ Herr Direktor Notz erklärt uns in 5 (Finger) Kapiteln, gute Idee, was Dada ist. – Kurz. Ein bisschen mehr als lexikalisch, schlechte Idee. Dada „erklären“ ist grundsätzlich Bullshit. Im Sinne von Wissens-Ware und wird in einem Schublädchen versorgt, AUS. Die Vermittlung von Dada, also Kernsubstanz statt historische Oberfläche, gebietet eine Art subjektive Fütterung, die zum Mitmachen und Ausprobieren verleitet… vielleicht zum Klick… – Ein unbrauchbares Buch.
Ich möchte allerdings auch festhalten, dass Adrian Notz bezüglich der Dada-Materie sehr sattelsicher ist. Er hat sein Wissen immer unvoreingenommen geteilt, war hauptsächlich freundlich und seine Vorträge sind genau und ausführlich. Impeccabile.
Was wird?
Meines Erachtens hätte das Cabaret Voltaire den Job, für das Perla Mode in die Bresche zu springen. Eine Drehscheibe im Zentrum Europas für alle reisenden Verrückten aus aller Herren Länder.
Ob jemand wirklich etwas wagt in dieser ritalinisierten und gentrifizierten Stadt? und die Politik dazu noch den Daumen auf dem Haus hat?
Die Kundendienststell bestätigt, so wie sie mit vorfabrizierten Floskeln arbeitet, dass die Migros eigentlich keine Genossenschaft, sondern ein Konzern ist, der sich foutiert…
Daher das Dadamt verbessert auch von der Migros das zentrale Dummsprech und: Dada siegt! & so einfach ist das. Dada ist wirklich ein M besser.
… ein Sprung in eine südlitauische Kleinstadt. Da hört der Zug auf bzw. nur Samstag Sonntag Montag. ?? Nützt viel am Mittwoch. Also erstmal gut frühstücken. Durch das Fenster hinter dem Tresen in der Bäckerei-Conditorei… siehe Photo. Man erklärte mir, bis vor kurzem sei da ein besetztes Haus gewesen. Die Mädels am Tresen waren an der Sorte Musik interessiert, nett! Ich kam letztendlich per Autostop nach Polen.
nein, das ist kein Schreibfehler; obwohl das Gesicht durchaus hätte mit Radium behandelt sein können. Es handelt sich um eine Stadt in Polen, südöstlich von Warschau. Da fand sich im vergangenen Sommer das Gesicht. Tip für Reisende: Von Radom gibt es einen Intercity täglich nach Przemysl und von dort einen Anschlusszug nach Lviv (Lemberg).
Auch die Penne kann Dada sein. Irgendwo in den Papieren hier im Amt tauchte folgendes Blatt – es dürfte aus einem frühen Gymnasialjahr stammen. Moinesti liegt ein bisschen links vom Wort Siret (rechts oben auf dem Blatt). Immerhin sind wir nun grob aufgeklärt, wo sich verschiedene Landschaften finden, deren Bezeichnungen in Texten um 1900 auftauchen.
Vor 3 Jahren reiste ich nach Karlsbad, heute Karlovy Vary geheissen. Die Stadt liegt in Tschechien; das Zimmer war billig und verraucht und das Frühstück auch billig, aber das war alles, wie es eben ist auf Reisen. Den Stadtplan von 1971 fand ich woanders. Serners Geburtshaus lag bei dem Bahnhof unten am Fluss.
Wieso ist dies Papier auch in der Kategorie Froschung zu finden? – Wohl beinahe jedes Papier ist ein Versuchsballon, der auf ein Publikum losgelassen wird, um etwas herauszufinden – also Froschung. Dieses Lautgedicht kann gegen Entgelt hier bezogen werden. 50.- Fr. plus Versandkosten.
Ein ganz absonderliches Jugendstilhaus in Vinnitsja in der Ukraine. Dazu gleich um die Ecke alte Züricher Trams, die der Stadt geschenkt wurden, schön in blauweiss instand gehalten; die bekannten Geräusche, die die Trams machen, die der Kopf mit Zürich assoziiert, aber alles ringsum in kyrillisch angeschrieben, und weit weg von zuhause, ganz seltsam.
Wiederum mit Kamikaze-Methode ein bunter Abend mit Musik, Gesang und Texten, Thema: Friedrich Dürrenmatt und der Samichlaus. Es wurde spürbar, dass Dürrenmatt eine Ikone geworden ist, quasi einbalsamiert wie Lenin und wird in unseren Tagen etwa beherzigt wie der Samichlaus. Leute, gebt Gas. SchweizerIn sein, ist einfach kein Lebensziel. Merksch öppis?
Endlich Belege, Beweise, dass das Hado 2 des Dadamt Zörich nicht nur heisse Luft ist. Im Falle des echten Hado II, welches in den Archives Nakov in Paris sich befinden soll, ist alles nicht so klar. Na, na!
Erstaunlich, dass die Herrendamen AutorInnen übersehen haben, dass Joh. Heinr. Müller ein Lautgedicht geschrieben hat! Wahrscheinlich können sie mit so etwas nicht umgehen. Wir werden es hier im Amt so bald es geht stempelmanufaktorisch vervielfältigen, das hat er verdient.
Hier nun eine neue Postkarte; ein Zitat von Müller, es deucht uns kosmisch. Die Postkarte kann hier bezogen werden. (Vorder- & Rückseite im Bild)
Bisweilen wird Zörich als Nullstadt bezeichnet, wenn man mit dem Plakatreichtum anderer Städte und Länder vergleicht, es sind auch noch andere Faktoren, die diese Bezeichnung rechtfertigen – aber doch sind da immer wieder Kleinigkeiten.
hrsg. Roman Kurzmeyer, Stroemfeld Verlag, Basel 1994
Wie dem Buch zu entnehmen ist, war Heinrich Anton Müller (1869-1930) eine wichtige Figur für Hans Prinzhorn, Jean Dubuffet, Harald Szeemann und Jean Tinguely. Sein Werk oder was davon übrig geblieben ist, ist jedoch klein; 45 Zeichnungen/Malereien und 5 Maschinen, letztere existieren nur noch als Photographien. Zirka 14 der Zeichnungen sind mit Texten, Liedern und/oder Gedichten versehen.
Grundsätzlich ist das Buch eine verdienstvolle Arbeit. Saubere, fleissige Sortierung des gesamten Werks von H.A.Müller. Alles was an Klinik-Aktennotizen existiert, Zeittafel, Lebenslauf, Briefe der Angehörigen an die Klinik, akkruat alle Texte, Lieder, Gedichte vollständig abgedruckt, selbstredend alle Zeichnungen, Malereien farbig im Mittelteil des Buches reproduziert.
Schauen wir uns das schön gebundene Buch der Reihe nach, Inhaltsverzeichnis als Wirbelsäule, an:
Erster Kapiteltitel: Evokationen des Wunderbaren
Kunst- respektive Ausstellungskataloge sind oft Verwirklichungsorte für überflüssige Textproduktion. An weit entfernter Stelle von der entsprechenden Abbildung wird eine Abbildung beschrieben (mit Worten versuchte Abbildung), auf dass dann die Beschreibung beschrieben wird. Wieso nicht den Text direkt neben die Abbildung?
Ein Bild zu beschreiben, ist tendenziös, besonders wenn der Beschreiber (Beschäler) das Bild dann noch interpretiert. Freie Beschreibungen von Kunstwerken in Prosa, Reportage, Gedicht etc. erachte ich auf jeden Fall für legitim, në!
Bei dem ganzen Geschreibse – und das bei einem 25 Jahre alten Buch – also schon damals haben sie so geseiert, hm, – drückt der ganze Eigendünkel und die Abgrenzung der Kunst – Haute-Volée durch. Der Titel: Schwulst. Die Reithalle Bern (autonomes Kulturzentrum in Bern) wird zu Müller hingebogen oder umgekehrt, es tauchen die Worte „künstlerisch“, „Spätwerk“, „Materialität“, „Inkohärenz von Wirklichkeit“, „materialästhetisch“, „kultivieren“ auf. Es wird einem Mann, den man damals als besseres Tier katalogisierte, entsprechend hielt und verwaltete, sowas von nicht gerecht, als hätte der intellektuell auf einer DeSede-Liege mit Sektglas in der Hand seine „Kunst“ designt. Was für eine Überstülpung von falscher Sprache und Semantik.
Zweiter Kapiteltitel: Maltechnischer Befund
Hey Henrietta Mentha: totally mental! Trink ’n Pfefferminztee und hör auf, Interpretationen durch deinen Stirnverband sickern zu lassen. Bleib beim maltechnischen Befund. Auch bei diesem ist noch allerlei überflüssige und dazu verunglückte Textproduktion festzustellen.
Dritter Kapiteltitel: Das Kunstwerk als Ruine: Materialästhetik oder Selbstzerstörung?
Schwulst zum Zweiten. Textwiederholungen aus dem zweiten Kapitel, auch Wortschwurbel-wiederholungen, Interpretationismus; wieder die Unterstellung von rationaler Tat/Konstruktion/Ausführung. Eine Art Brut-Schaffender als Kunstingenieur. Überhöhung, Aufblasung, Stilisierung.
Siebter Kapiteltitel: Lebens- und Produktionsbedingungen
Tinguely wird etwas voreilig in den Text geworfen.
Münsingen, die psychiatrische Anstalt zwischen Bern und Thun, war damals eine moderne Anstalt. Sie war eine Korrektur-, Verwaltungs- und Arbeitsanstalt und entsprach dem aktuellen Wissensstand, der öffentlichen Meinung und Arbeitsmoral, …welche sich von der heutigen in diesem Land nur geringfügig unterschieden.
Achtes Kapitel: Krankengeschichte
Unglaublich mageres Papier, was teilweise – siehe vorheriges Kapitel – nicht verwundert, doch verwundert: 5! Seiten Bemerkungen zu 24 Jahren Klapse…!
Zehntes Kapitel: Lebensdaten
Äh, -prrr. (Lippengeräusch) überflüssige Textproduktion, da alle die Informationen schon in den anderen Kapiteln detailliert gegeben sind.
Elftes Kapitel:
Der Text über Jean Dubuffet könnte man zwar als kunsttheoretisch-geschichtliches Insider-problem abtun, dazu Tertiärliteratur. Das finde ich nun aber nicht, der ist recht spannend.
Der Aufsatz ist eine Untersuchung über allerlei Inkonsequenz, Instrumentalisierung und Idealisierung in den Theorien Dubuffets, auch über das Verhältnis von Dubuffet zu Prinzhorn.
Zwölftes Kapitel: Hinweis auf einige Freunde seiner Maschinen
Daniel Spoerri, Jean Tinguely, Bernhard Luginbühl, Harald Szeemann. Ansonsten eiert der Text einigermassen von H. A. Müller weg und schleckt auf den Wiesen der modernen Kunst und bekannter Namen, aber es wird nur teilweise deutlich, dass H. A. Müller eine direkte Strahlkraft hatte; dem Kapitel wünschte ich etwas mehr Struktur. …und wieder noch Geschwülstel. Urteilt selber. Diese Rezension ist sonst halbwegs eine Liste, welche Kapitel man weglassen oder doch nicht soll?
Irgendwie ist diese Künstel-Texterei der Versuch, eine Wissenschaft sein zu wollen und richtige Wissenschaften sind nur die sogenannten Naturwissenschaften, das sei hier ’mal ganz klar festgehalten. 1. Es lässt sich erkennen, weshalb sich alle diese AutorInnen allenthalben dermassen verquast versteigen. 2. Ein recht genaues spezifisches Vokabular, eine kunsttheo-retisch-kunsthistorisch-intellekutuelle Fachsprache dient der genauen Messung der Kunst.
Wieso strotzen diese Kalibrierungstexte dennoch von persönlichem Geflöte, es saftet überall grausam. Überinterpretierungen, höchst geistreiche Verknüpfungen Geisterbahnen bis vor die Genesis kreuz und quer und theoretisches Leiden, darübergepudert massenhaft Strass. Auslooooten.
Ob ich es je schaffen werde, Werner Spies’ Geschreibel zu Max Ernst „Collagen“ – ein Tot-schlagkatalog – zu lesen?
Irgendwie ganz kurz gesagt: Schreibt doch einfach mit Mutwillen, Freude, wildem Geifer und Handgranate, dass der oder die „KünstlerIn“ geilen Scheiss macht. TACK!
Wo ist das Problem? HADO 1 ist beendet, seit einiger Zeit schon, zwo Jahre vielleicht? Also dann das frisch entdeckte 2 hier im Amt in Zörich, Nr. 3 frisch hier begonnen, und eins in der Filiale Ameno. – Technische Anmerkung: Die Formate passen nicht ganz auf Scanner/Kopierer.
Eine kurze Beschreibung von Nr. 3: Boden und Deckel hatten ein Vorleben als Kuchentransportschachtel und diese kam über Dadadance hierher ins Dadamt. Im Boden festgeklebt ist ein leporelliger Papierstreifen, der sich durchaus auch verzweigt, an der munter angefügt noch wird, da er erst etwa einen Drittel der Schachtel ausfüllt. Die Streifen werden schmatzig, so rasch es geht, beklebt, bestempelt. Material dazu ist in rauhen Mengen da.
Hiermit schon da war, als St.Pauli mit Verve noch frische Papierablagerungen aus den Jahren ab 2014 anfing abzutragen, überraschend aufgetauchtes Klebekonglomerat. Nun stellt sich die Frage, welche Nummer das HADO, an welchem in Ameno gearbeitet wird, hat.
Noch einmal, schon Alfred Jarry war ganz dahin davon, was ist ein Fahrrad für eine simple Maschine, die mit wenig Aufwand die Kräfte einer Person derart elegant in beschleunigte Fortbewegung umsetzt! St.Pauli auf der Hardturmbrache 2017, Rot! Photos: Dadadance. Schnieke!
Immer wieder Stürze in die riesigen papiernen Weiten des Dadamts… Funde, Fälle, Filomena! (Links im Bild). So schön ist Moinesti- Tristan Tzaras Geburtsstadt. Als TouristIn können Sie auch in Moinesti doof herumstehen anstatt in Zörich, die Berge sind dort übrigens schöner.
Sehr vieles möglich, jeglicher Unsinn & Schönheit. Hier wieder ein kleines Plakat, Buchstaben 8cm hoch, eher ein Lamellengeschlenker, nicht Objet- aber Matériel trouvé. Bestellen Sie sich ‚was! Für alle Lebenslagen- Preise dadaistisch gut!
Leute, letzten Freitag habt ihr etwas verpasst. Einen clownesken Dada-Film, die letzte DEFA-Produktion überhaupt. Simpel von den Mitteln her, eigentlich ein Musik-Film, aber richtig schräg! Frequentiert die richtigen Kinos! Mitglied werden beim Xenix!
Ganz erstaunlich, solch vorzüglicher Unsinn ist mir sonst bloss aus Germanien bekannt, Pudels Club Hamburg, Pastor Leumund ähnliche Zeitgenossen, „Macht fressen Würde“… – Eine bestimmte Art und Weise in grösster Lockerheit Dinge aus dem Ärmel zu schütteln. Bei der Startveranstaltung der „Gefahr-Bar“-Reihe im Bunker (Kellerbühne des Pfauen) traf den Zwingli – kein Wunder ob dieser Töggelikastenfiguren, die im Moment die Stadt Zörich zieren. Nach Kühen, Bären, Blumentöpfen und ähnlich aufgepimpumptem Müll – Augenkrebs 1A. Wobei es eigentlich gar nicht um Zwingli ging, der war bloss das Zündholz an der Lunte. Also: die 2. Gefahr-Bar im Dezember nicht verpassen!
…gepflückt in Wien diesen Sommer – 1. die Fortsetzung des Orang Utans als Bushmeat. – 2. ein flammendes Zwinkern für die Konzernverantwortungs-Initiative. – 3. lest wieder einmal de Sade. – 4. Wer Russisch oder eine slawische Sprache versteht: Smertphone!
Diesen Monat in der Vitrine: Mit Bleisatz gedruckte Fanzines und ähnliche Kleinprodukte. Die Öffnungszeiten unter: www.materialismus.ch – Diese können allerdings Schwankungen unterliegen. So wie auch der ganze Kosmos übrigens.
I’m very sorry, that I have no cyrillic alphabet on my computer and I also speak/understand only some words. I like very much the shape of cyrillic letters.
Holger Wendland hat sie für uns hier drüben entdeckt: nitschewo (russ.: nichts), also die Nichtsler! Eine prächtige Facette von Dada. Unikate Sache!! – Felix Philipp Ingold berichtet darüber in der NZZ, abe erwähnt Wendland nur knapp; ei, ei, ei! – Merci Holger Wendland für die Texte!
Eja, auf dem letzten Reisestück von Berlin nach Zörich-Nullnabel Station in Hannover für die Ausstellung „Ausdruckstanz und Bauhausbühne“ im Kestner-Museum. Das digitale Gerät, das diese Stäbe-Tanz-Zettel ausdruckte, wurde von Urs Hofer (Nebenatelier des Dadamtes) kombiniert.
Danebst war erfreulicherweise im Sprengel-Museum eine Schwitters-Ausstellung zu sehen: 100 Jahre Merz!
… auf halber Strecke cirka zwischen Tarku und Lyon liegt – sitzt? Eine Zusendung von Tamygdala.
Etwas besser auf halbem Weg? Jaaah, gut Essen! – Noch ein Bildchen von Tamygdala.
Und das Dritte im Bunde, geographisch etwas schräg ab, aus Ljubljana von Josy Meyer. – Das Amt bedankt sich für alle diese kleinen Froschungsbeiträge. Das Terrain ist klar und trotzdem erhellen diese Details.
drei Tage Interrail waren noch übrig, also über Strasbourg (Arp-Stadt) und durch das Vogesen- und Jura-Hinterland nach Lyon. Bisher ein ziemlich weisser Fleck auf St.Paulis Hirnmappe. – In Lyon kam die Garamond-Schrift in die Welt… und hat ein Druckereimuseum.
nicht verwechseln mit Turku. Tarku liegt in Estland, Eesti. In der zweitgrössten Stadt des Landes befindet sich ein vorzügliches Druckereimuseum mit einer klasse Gruppe Leute, die es betreiben. Wunderbare alte Alphabete in Kyrillisch auch vorhanden. Geht einfach hin! Ratzfatz ein Blatt Papier geschöpft und getrocknet und dann selber drauf gedruckt! … Freiwillige sind auch willkommen – da sind noch einige Kästen Bleibuchstaben zu sortieren – in welchem Druckereimuseum nicht??
Moebius, vielleicht bekannter als Zeichner von „Lieutenant Blueberry“ – aber als Sci-Fi – Zeichner in ganz irre Bereiche vorgestossen. Ausstellung lohnt fett.
Eine jüngst aufgetauchte Photographie von vor etwa 2-3 Jahren belegt eindeutig, dass St.Pauli schon als Pharao geisterte. Heilige Geiss vom Himmel herab. – Im Hintergrund schräges Mauerwerk der Pyromide. Photo: H. Lange
im Material, Klingenstr. 23 in Haupt- oder Kopflos-Stadt (siehe Felix & Regula) – das Fanzine „No Fun“ zu sehen; durchblätterbar, ohne Konservatorenhäntschli!! www.materialismus.ch
Wir bedanken uns bei Dadadance für das Photo. Geschossen Mitte August im Cabaret Voltaire anlässlich des ersten 3-Tage s.o. – Festivals in der Collagenwerkstatt, angeboten von Dadadance. St.Pauli liest Gedichte der Beat-Generation, den „Vätern“ der Hippies.
Eine vorzügliche Zusendung von Tamygdala, Zörich-Wipkingen. Schön, dass die verschiedenen Macho-Nationen ins All hinaus immerhin ein bisschen zusammenarbeiten; aber nun kommt eine zweite Generation von Kannichselberauch-Schwellen/Geschwollen-Ländern und ihre Blechbüchsen verglühen, stürzen auf den Mond oder landen und verstummen sofort, anstatt nicht die Fehler der anderen zu wiederholen… Da hilft oft nur die Reise im Geist (s. Morgenstern) bzw. die Gebrüder Strugatzky.
Der Amtsvorsteher gesteht: Gerne würde ich besser die englische Sprache verstehen. Denn – das Taschenbuch ist sicher gut und leicht geschrieben und eine eigene Sicht auf Dada (paar historische Fehler drin, aus der USA-Entfernung leicht geschehen), gut den Kern Dadas erwischt, vieles sehr locker ameri-kanisch gemischt und einige sehr gute Bemerkungen zu Sprache. Ob die zwei zusammen Schach gespielt haben – auf dem Gebiet würde ich dann doch „Dada aus dem Koffer“ von Enrique Vila-Matas vorziehen, Buchbesprechung folgt ein ander Mal.
Wo sind eigentlich die Nerd-Dada-Fans, die dafür sorgen, dass das eine und andere Werk ins Germanische übersetzt werden?? Das Amt hier hätte diesbezüglich einiges an Büez zu vergeben, gopf!
Kicher! Mit Dada-Gelächter, Gelechter und schlechtem Geschlecht, Peristaltik-Aviatik getz los nach dem Sommer hier auf dem Blob!
Photo – Christiane Köhne
Da war im Spätsommer 2018 in der Stadt X eine Atelierrundfahrt (qualitativ) nie geahnten Ausmasses; die erste Station war ein Atelierhaus, tolles Gebäude: Schnarr-ha! Abba: Da drinne u.a., siehe die dunklen Figuren: Bronzeguss des Grauens; dass die Bronze sich tatsächlich in diese Gussformen hineinbegab, wundert mich immer noch unentwegt. Die Künslerin begann dazu mit einem Vortrag Schritt für Schritt, wie denn das Giessen technisch vonstatten geht… Mir reichte es schon lebenslänglich, diese Figurinen zu sehen. Linke Faust gereckt, den Slogan gedreht: „Bronzefiguren zu Splitterbomben!“
…übrigens die einzige Strasse in Zörich, die etwas von internationaler Stadt hat. Hello, alle ihr Untoten, frisch weiter gentrifizieren und Zörich wird definitiv eine Kleinstadt.
Es wäre grundsätzlich eine Architektur der Erotik, also die Konstruktion, Statik etc. der Erotik zu erfroschen; das gemahnt uns an hübsche Unterwäsche diverser Art, die sicherlich ein Teil davon darstellt und es könnte durchaus sein, dass es denen, die sich an die Wäsche gehen, ziemlich Wurst ist, ob sie sich in einem Calatrava(Contraves?)- oder JeanNuwel-Gebastel aufhalten.
Frisch fertig: Ein Buch voller Mutanten; genau, da kann Billa lange suchen. Erstaunlich und erschrecklich, was diese verwürfelten Köpfe alles tun. Und sie sind mitten unter uns, teils tot, mitten unter uns. Es gibt nur 1 Exemplar von diesem Buch, es ist der Öffentlichkeit hier im Dadamt Zörich zur Einsicht zugänglich.
hielt die beste Ansprache bei der Einweihung ihrer Arbeit in der „Berufsschule Mode und Gestaltung“ dies Frühjahr; das Gebäude ist übrigens hübsch klar und einen Besuch wert und die schöne Kunst am Bau. Photo: Andrea Helbling
„20 Minuten“ die Gratiszeitung sind wie auch aus dem selben Haus der „Tagesanzeiger“ von Qualität nicht nur 20 Minuten entfernt, sondern meistens 10 Jahre…
Des Rüssels Lösung: Augen auf, ‚Fuffe!, die junge Frau hält eine Super-8-Kamera in der Hand.
Leute, das ist die Möglichkeit, um die ganze „Laufend auf dem digitalen Totalalles“-Panik zu versenken: Wir bringen auf dem Blog hier nur Veranstaltungen u.ä., die schon lange vorbei sind. In diesem Falle ist es genau eine Woche her. Photos: B. Schön, Jona.
Deko von St.Pauli
Drei ölige Könige + inEddie Feldmanns Schelllack-Beiträge
Dezember 2016. Die einzige Dada-Ausstellung im Jubeljahr in Italien. Jackie Haynes und St.Pauli waren in Brescia. Photos von Jackie Haynes Dada. Photos auch von Ausstellungen in Mailand. Auf einem der Photos Pauline vom Argelab.
Die 6. Vorführung, diesmal sind wir in Oensingen. Vorschlag. Reiset doch früh am Tag an und geht, so lange die Sonne scheint, durch die wilde Klus und in den anwesenden Jurahögern ein bisschen wandern, nicht? – So seltsam das ganze Vehikel erscheinen mag, es funktioniert! Abspacen! mit der Dadamt All Agentür. Go!
Hier noch ein paar Photos von Vorstellung Nr. 5 in Mailand im Februar. Photos: Martina Erbel. Mit Friedrich von Tzaramel, Lily de Merchand, Lady Woodada, Eddie Feldmann und St.Pauli.
Alles nicht wählbar. Das Dadamt präsentiert eine Auswahl.
Auch Coop ist eine Wahl. Der Konzern verkauft eine Menge Markenartikel von mächtigen Nahrungsmittelkonzernen und mischt kräftig in der nationalen Landwirtschaft mit. Also was nun? Bio oder Industriemonsterfrass?
Wipkingen gibt es tatsächlich. Da kommen die WipkingerInnen her. Mittlerweile meist vertrendet, leider. Also und zwar Tamygdala mit einem St.Pauli-Dada-Fundamentalprodukt bekleidet. Viva! Thx Tam!
…können Sie sich gerne selber aussuchen, wann die digitale Photographie hier im Amt eingetroffen ist. Jedenfalls eine Malerei von Christoph Köfler aus Tarrenz, dem Dada-Bergferienort. „Dämonischer Clown.“
…wobei, wie St.Pauli teilweise seinen Blog füttert, ist obiger Titel sicher mehr als fragwürdig, ist doch der Haupt-… des Kunstkellers ein leuchtender Täter. Im übrigen ist Carlfriedrich Claus schwer zu empfehlen, ein sehr bemerkenswerter Cosmos.
In den Links auf der hiesigen Webseite finden Sie die Dadainen aus Dortmund. Zwote Hälfte Ap-Rill hat ihr neues Programm Première. Halten Sie sich gepflegt auf dem Laufenden! – Hier bald mehr…
Ein Fund aus dem Ruhrgebiet, frisch dorten gewesen. „Des passt“ würden unsere östlichen Nachbarn glattwegs – das Dadamt als Sprachpflegeagentur, nicht?
Übrigens, zum grossen Gebibber von Sicherheit – erstens für wen genau? Zweitens: Ersetzen Sie doch das S aus dem Wort durch ein K.
First: Sorry, that I don’t have the little hook, which has to be under the s in the word Moinesti. – We are impressed – Honours to St.Pauli and the Dadainen.
Bald werden wir das Motto des Jahres 2019 präsentieren, auch der EhrenDada des Jahres ist schon ernannt, jedoch noch nicht amtlich präsentabel. Aber allgemein:
Nachruf. Also auch Geschichte. Seit dem kürzesten Tag des vergangenen Jahres gibt es das dadamtlich sehr geschätzte Gratispapier für alles namens „Blick am Abend“ nicht mehr. Die Gratiszeitung begleitete textlich und illustrativ das Dadamt während seiner ganzen Lebenszeit mit Breit-Seiten. Hier nun etwas von den letzten Schönheiten – – von der selben Zeitungsseite, eine virulente Ähnlichkeit im Blick, am Abend…
Alle vier neuen Versionen, darunter die nun korrigierte italienische Version, können hier beim Dadamt bezogen werden. Für die dänische Version – ein freies Gedicht – bedanken wir uns bei Jørgen Teller, København und für die rumänische Version: Herzlichen Dank an Viorel F. Costea, Moinesti.
2019 – Es geht schon voll los mit der Januarleere.
Entschuldigung, aber das Dadamt würde selbst ohne die Tätowierung das verunstaltete Gesicht nicht einstellen. …sind Bremsspuren über den Augen sportlich?
aber „Konsumieren geht über studieren.“ Was hat das mit Atomkraft zu tun, fragen alle Aargauer unter Tränen. Zu Beginn des Jahres ist das Amt noch fröhlich mit Blümchen im Haar etc. und so verraten wir die Lösung im Voraus: All den Kram herstellen, den Du Teigg morgen schon wieder als Müll an die Strasse stellst, braucht eine Menge Energie. Auch der Migröhlibueb unds -meitschi.
Sind mit den Gewinnern die gemeint, die das Fallout von höchstmutmasslich Westen her abkriegen?
„Design oder nicht Sein, das ist hier die Frage.“ Einerseits wieder eine Sorte goldener Schuss, dieser Designschleimhype, ei wie wichtig, ei Geschmackspotenz schält sich heraus und lässt viele erblassen, andererseits könnte einen innerlich die Häme angackern, dass ein Thema, mit dem blasierte Architekten und Jetsetter herumsnobten, plötzlich Denner-Niveau kriegt – Jekami. Übermorgen steht dann nicht nur der Billigstpressspanwohnmüll an der Strasse, sondern auch der Billig-DeSede-Unterkühlmüll. Viva!
Bei dieser Vorstellung war das All in Form dieser Halle da. Weitere Vorstellungen im Februar in Mailand, im März in Oensingen, und Dortmund wird noch einmal sein. Gebt acht auf den Blog hier. Photo: Martina Erbel
Es war schon eine immense Arbeit, Geräte zu bauen, die Wellenquellen aus dem All einfangen und in unser Alphabet transskribieren konnten; Sinn ist, falls Sie so etwas überhaupt (in ihrer Existenz) suchen, damit gegeben, als der ganze Kosmos Sinn macht – oder auch nicht, oder nicht?
Da uns aus dem All eigentlich nur Konsonanten erreichen sollten, stehen wir ob der Vokale, die uns die Grossrechner ausspucken, selbst vor grossen Rätseln.
Ein hübscher Teil der Veranstaltungen des Tristan-Tzara-Festivals in Moinesti wurden vom lokalen TV-Sender aufgezeichtet. Hier ein paar Links, wer mehr will suche mit den Begriffen „Exklusiv TV“, „Moinesti“ und „Dada“. Viel Vergnügen: „Ich glotz TiVauu!“
In der Region Sighisoara, Wälder und Wiesen weitgestreckt gewellte Hügel; also Kulturlandschaft wie im Mittelland, aber kein Dorf zu sehen, ungewohnt für den Modelleisenbahnaggloschweizer. In der Nähe ein Bärennest. Photo: Felix Margadant, links im Bild. Er bietet in der Gegend auch geführte Wanderungen an: www.wolkenmeer.ch
Wieder ‚mal die Verschiebung der Zeitebenen … oder St.Pauli hat auch einen inneren Schweinehunt. He is still hunting it, also da wieder etwas mit Verspätung. Das Amt grüsst.
An sich gelangen nur Konsonanten durch das Vakuum des Alls auf die Erde. Unsere Detektoren haben allerdings offenbar Signale empfangen, die in den Wandlern zu Vokalen wurden. Wir sind dem Phänomen auf der Spur. – Einige Handausdrucke sind für wenig Geld bei der Abteilung „Dadamt All Agentür“ erhältlich.
oder? – Wenn bevor noch die Trauben im Laden richtig süss sind, die Supermärkte schon gefüllte Lebkuchenherzen verkicken, dann ist das Amt hier immerhin so frei und bringt noch ein Photo aus Bukarest, April 2018; der Abend vor dem Rückflug vom Tristan-Tzara-Symposium / Festival in Moinesti. Photo: Dadainen. Mit dabei Akarus Milbus Vonduvall und Mirzlekid.
Frisch seit gestern in der Bibliothek des Dadamtes:
Exzentrisch, exzentrisch. Schräg gut. Die nächstliegende Micronation von hier Dadamt Zörich gesehen, liegt im französischen Jura, an die Schweiz grenzend zwischen Pontarlier und Le Locle, in Frankreich.
Nun, gründet Filialen, worauf auch immer diese sich beziehen. Bei Dada gibt es nur Filialen und nur PräsidentInnen.
Eigentlich keine Collage. Objet trouvé. Veline sind die Frauen, die in den billigen berluscomischen TV-Sendungen aus dekorativen Gründen anwesend sind.
Romania is smashing! Thanks very much for the great hospitality! – Workshops with the Dada-Team; Show with Akarus Milbus Vonduvall, in the background Mirzlekid.
Das Dada-Symposium in Moinesti rückt näher, die Finger rücken auf der Karte vor. Die Rücken krümmen sich ins Bild, Mienen und meanings. Mein Dada-mining! Dig for Dada!
Das Dadamt hofft, dass der digitale Gerät heisst Skanner, seine Arbeit gut gemacht hat und die mehrschrittige hochtechnische Durchrödelung mit der WordPress hier in den Blog hinein den Text des obigen Artikels noch gut lesen lässt. – Sicherlich der fette Zwischensatz in der rechten Textspalte.
Das Dadamt, hier vertreten durch St.Pauli, stellt fest, dass die Tagi-JournalistInnen gute Arbeit leisten: Es ist ihnen exakt eine Selbstbeschreibung gelungen. Die Flugreptilien werden in dem Artikel derart hochgejubelt, dass sie Kunstkenner werden. Wenn wir den Kulturteil des Tagesanzeigers lesen, sehen wir vom Umfang und vom Niveau der Berichterstattung… Tauben in der Redaktion in die Tastaturen picken. Ebenso in den anderen Bünden – mittlerweile sind es anstatt 5 nur noch 3, damit der Signore Kleinberlusconi Suppino genug Managerlohn verdient – ist auch sprachlich ein Weichwaschprogramm zu konstatieren. Heute ein dahergeplapperter Kommentar für Kleinfamilien – morgen dagegen, heute gegen die Armee – morgen dafür… Es kursiert der Begriff „Soziblick“, wobei man den Sozi getrost weglassen kann, denn bei dem Papier dreht es sich lediglich noch darum, den Börsenwert und die Marktmacht zu verbessern, daher ist das Niveau entsprechend, um breitere und tiefere Bevölkerungsschichten populistisch zu erreichen – höhere Auflage. Dazu noch ein bisschen Stil-, Fress- und Kochkultur für die Trendbünzlis. Daher findet man im Kulturteil auch die Autowerbung u.s.f. – Flieg, Taube, flieg.
So lang wie langweilig die Mode der geraden Haare, all der jüngeren Frauen. Sie sehen aus wie selbstgemachte Nonnen. Die jungen, sauber Nacken- und Kopfseiten-geschorenen Männer, wie selbstgemachte Soldaten. Sic.
Das Dadamt grüsst alle die vielen Veggies von der Schnöselstadt Zörich, die mit einem Pelzkragen an der Parka herumlaufen. Wählt doch die SVP, die nimmt euch das Denken ganz ab.
Hm, wo habe ich das bloss nochmal her? Der Kreatör/die Kreatöse möge sich bitte mit Getöse hier im Amt melden, und namentlich wird er/sie sofort über oder unter dem Blogbild genannt.
Vorweg noch: Wer einigermassen mobil im Geiste und also in Europa auch beweglich und kein Latte Kackiato-Kretin, merke sich das erste Juni-Wochenende 2018 – wo? – s.o. – dann feiert der Kunstkeller 20 Jahre, dazu St.Pauli 10 Jahre Dadamt und 25 Jahre Heiligsprengung zum Hl. St.Pauli. Da wird sich dort ‚was tun!
„Calvinismus klein“? Oder erinnert es eher an die Ölhandelsfirmen, die dirty Diesel nach Westafrika verhökern? Oder gar die Mischler von Schiffsdiesel?
Eine Neuigkeit von letztem Jahr von Jackie Haynes. Übrigens: Zeit ist relativ. Besuchen Sie zur Erkenntniserweiterung unsere neue Abteilung DAA auf der Webseite des Dadamtes.
Ausstellungsbeitrag in „Florence Mine“, Lake District.
Seit langem wieder einmal Mitteilungen von Alice McCabe. Ein Titel wird verliehen oder ein solcher gefeiert durch die Royal Hollowway University. Nähere Auskünfte dort.
Die Eröffnung einer grossen und -artigen Unsinnsmaschine in ‚pataphysischen Sinne. St.Pauli mit einem Vortrag über Kosmologie, Wurst und die Relation von ‚Pataphysik und Dada.
Schon einmal von der Schreibtechnik „Cut-up“ gehört? Brion Gysin erfand sie im Beat-Hotel in Paris. Eine Erfindung der Beat-Generation. William S. Burroughs schrieb einige Romane mit der Technik. Burroughs? – Der Autor von „Naked Lunch“! Also:
Heute, 8.12.2017
im besetzten Musiksaal der Heilsarmee beim Bezirksgebäude Zörich
nebst „UFO“ – das „Making of“ der Dadabraut, „Tod in Venedig“, der Teaser von „Dadabraut“ und mein erster Super-8-Film „They had pig“. Hier auf der Webseite weitere Informationen in der Abteilung Film.
Wir grüssen die sinnfreie Verwendung und Totschlagargument des Wortes Terror rund um den Balla-Balla-Erdball. Diffamierung von alles, sofort; Amen.
Und grüssen die sinnfreie Bejahung von alles, was einen erdölbasierten Motor drin hat und dann die Verbote von Kuhglocken, Kinderspielplätzen, Kirchenglocken und Sportplätzen nach sich zieht.
Frisch von der „Fermata“-Ausstellung in der Turbine Giswil – bald auch bei den käuflichen Produkten auf der Webseite: Der beste historische Film der Innerschweiz. Gut gemischt Bruder Klaus, Kniriseppli, Gessler & Tell, der Herrgott und ein Franzos von 1799 … 20 Minuten, Farbe, Super-8.
Handgenähte DVD-Hülle, handcoloriertes Beilagenblatt. Preis 15. – Fr. plus Versandkosten.
in Baar, kein Witz, ein Ort im agglomeralisierten Kanton Zug, Schweiz. Der erste Dadabend unter freiem Himmel. Natürlich ist er Johannes Theodor Baargeld gewidmet. Den halben Kunstkiosk haben wir mit Zufallsstempeleien und Kollateralmalerei eingewickelt.
schon ‚mal etwas vom Nördlinger Ries gehört. Inner Penne aufgepasst? 1 km grosse Bombe, Geschenk aus dem All. St.Pauli bereiste dies Frühjahr diese grosse Pfanne und wir sehen auf dem Photo eine eindeutige Verbindung zur Wucht von Dada und selbstredend die klare Verbindung von Dada und Universum.
Eine Mitteilung von Kattke, Lünen, Ruhrgebiet: Übersetzung des Zitats : Die Augen der Herren Kritiker dürfen auf beiden Seiten nur mit Zustimmung aller Mitreisenden geöffnet werden !!!! alles beste für Dich, G.
Das Dadamt eröffnet in Kürze eine kosmologische Abteilung. Wir bieten allen Rocket Scientists an, mitzuarbeiten. Wir sehen überdies eine Nähe zur Pataphysik.
Da Dada in Zörich durch das Cabarett „Brett vor dem Kopf“ abgedeckt wird – „Abdeckerei für alle“ – Eiffelturm für Zürich. Siehe Üetliberg-Gerammel und „Zuruch Fulm Fustuvul“ – daher Dadamt kichert in der Mitte und St.Paulis Heiligenschein strahlt hinaus – beam me out nach Zugkung. Zusammen mit Eddie Feldmann Wan-Tan scharf mit alles im fetzigen Paettern in genau 1 Woche!
1 handondulierter Füdlibeefbünzlibürger weniger- und das Billett mit der Andreas Meyer-Bahn ist bezahlt.
…endlich etwas Lektüre nach all diesen Photo-Blogbeiträgen. Allerdings muss das Amt hier gestehen, dass sonst heftig hier produziert wird, die Bloggerei eher ein Randgebiet der Thätigkeiten allgesamt darstellt, aber nun geht es doch ‚mal los, denn der ganze Bildschirm hier ist noch voll von Bilderchen…
St.Pauli, Dadamt Zörich, frisch zurück aus sämtlichem Jenseits, das für nabelglotzende ZöricherInnen schon am Milchbuck anfängt, bereiste in einer grossen Schleife Rumänien. Daher kommt nun frisch aus Moinesti, Tristan Tzaras Geburtsstadt hier digital hereingeschneit eine Assemblage von Viorel Costa!
„Wer war Bruder Klaus“ – oder die postnapoleonische Eroberung des Kantons Nidwalden durch die heilige Subversion. – So der komplette Titel, der Film von 1989 passend zum Bruder Klaus Hype. 20 Min.
Das Dadamt war an der einzigen Veranstaltung zu 100 Jahre Dada in Strasbourg, der Geburtsstadt Hans Arps im Kulturzentrum „La Laiterie“ 6.10.2016. Mit von der Partie: Lady Woodada, Tzaramel, Laura Mercadada. Der Film „Die Dadabraut“ wurde vorgeführt, etwas später „Dadabend No. 29“ – Impressionen:
Ausstellungskatalog Künstlerhaus Schloss Balmoral 2015
Julia Katharina Eusebia Johanna Barbara Thiemann; …wie, Mann?!
Kuratorenstipendiantin
Wir fassen unsere Kritik kurz, da längere Ausführungen Zeitverschwendung sind.
-Die Kuratorin zählt bereits 35 Lenze.
Erstaunlich, dass die Schreibe mindestens 10 Jahre jünger wirkt.
– Viele Wiederholungen.
– Ein Leerlauftext Typ Phrasendreschmaschine.
(Kennen Sie der Gerät? Eine doppelte Pappe, dazwischen 2 Kartonräderchen, wie von Parkscheibe; auf beiden, beidseitig Fremdwörter und Wissenschaftsjargon. Alle Positionen – lechz! – frei kombinierbar…)
Schon der Unter-Titel nach „dada revisited?!“ – abgedroschen – „ Assimilation und Neukonstruktion dadaistischer Strategien in der zeitgenössischen Kunst“ ist sprachlicher Dickdarminhalt…
Ein nichtssagender Text auf – ganz genau – Kuratoren-Niveau. Selbstreferenziell: Man sieht dem Text an, dass Kuratoren irgendwelche pseudoakademischen Zwischenwirte Spirochäten und Schmiermittel im Kunstgetriebe (Rhizinusöl oder Gleitmittel?) sind; was hat die Schreibe bei Dada verloren?, da Dada keine Kunst ist, sondern eine Lebens/Geisteshaltung.
-Kein Esprit. Null.
-Die Schreiberin hat kaum Ahnung von Dada und alles sehr oberflächlich, siehe Literaturliste. Da spielt es quasi auch keine Rolle, es austauschbar egal ist, worum sich der Text dreht.
(Der Schluck um die Achse.)
Oliver Kornhoff, Direktor, im Vorwort: Die Anwesenheitsstipendiaten (zu denen es heisst):
„Hierbei wird Dada weit gefasst und in seiner Suche nach neuen Ausdrucksformen sowie in seinem Bemühen, die Kunst für das Alltägliche weiter zu öffnen, begriffen.“ S.6) bewarben sich auf das Thema „Dada“; „und wollen sie bezüglich ihres Verhältnisses zu Dada befragen.“
Unsere Anmutungen zu obigen Textzitaten des Auswahlgremiums und bei Betrachtung der photographischen Illustrationen im Katalog:
Wischiwaschi-Trittbrettfahrerei-Dada. Also Kunst.
Dazu vermischt mit den übrigen Stipendiaten – tja, alles ein Brei.
Vineta und Michael von der Manchester-Dada-Crew bei einem Vortrag in der Merzbarn. Im Hintergrund eine Dada-Bepflasterung von Jackie Haynes unter Verwendung von St.Paulis Plakaten.
aufgrund der guten Auslastung des Amz letztes Jahr, füttern wir nun den Blog hinterher mit all den schönen Bilderchen. Da wird noch einiges kommen; bleiben Sie dran!
Sie sehen ein Triptychon. Die obere rote Schrift zeigt den oberen Teil in geschlossenem Zustand. Dies sind alle die Orte, die ich dieses Jahr besucht habe, wenige waren Ausstellungsbesuche, an den meisten habe ich mit Freunden Veranstaltungen gemacht oder die „Dadabraut“ vorgeführt; an mehreren Orten waren wir mehrmals tütig…
Danke an alle – grazie a tutti/e – thanks to all – merci a tous/toutes for your help & organisation & participation & humor & friendship!It was hot! And a hoorray and kisses to all the new Dada-friends I met this yeah!r ! You are always welcome here at Dadamt!
St.Pauli
Wir bedanken uns bei Kultur Stadt Zürich, die uns dies Jahr die doch erheblichen Photokopierkosten übernommen haben.
Mit einer Lesung in Jona – „Ein Krippenspiel. bruitistisch.“ von Hugo Ball. Das Ende ist nur quasi, denn Dada ist ein Flow. Eher ein Ende der öffentlichen Auftritte dies Jahr…; nun wir haben auch nicht am 1. Januar mit dem Dadayahr angefangen: am 7. Januar im Café Schoffel.
Eine Reihe von 8 Dada-Soiréen im Café Zähringer, Zürich
März bis Dezember 2016
Hier endlich, worauf alle, die auch nur halbwegs Ahnung von Dada haben, gewartet haben:
Live-Dada!
Es gibt in Zürich tatsächlich tätige, also lebendige Dadas.
Das „Dadamt Zörich“, quasi „primus inter pares“, hat eine Reihe von 8 intimen Soiréen im Café Zähringer organisiert, eigentlich ausschliesslich mit Zürcher Dadas oder Infizierten, jedenfalls Leute mit Humor und Unsinn bestückt. Das Publikum wird Tanz, Literatur, Performances, Lyrik, Musik, Kurzgeschichten u.a. erleben können.
Auch für Dekorationen wird gesorgt sein.
St.Pauli oder Tamygdala werden die Ansagen machen. St.Pauli wird jeweils AutorInnen lesen, die NICHTS mit Dada zu tun haben, um die Horizonte etwas zu erweitern. Auch Dada, immer Dada… kann ein Korsettchen sein, nicht? AutorInnen, eher unbekannt, aber mit Schmackes!
Da allerdings noch eine Menge anderer Dadas ihr Unwesen treiben, Dada ist beileibe längst schon in alle Welt ausgewandert, werden noch allerlei andere Spassvögel, Zugvögel, Dadavaganten auftreten. Ein dänischer Dada ist auf dem Plan, andere Ausländer werden kommen… es ist mit Überraschungen zu rechnen!
Dauer der Veranstaltungen: ohne Pause ca. 1h, mit Pause: länger.
Die Lesung mit Aram Ruhig: „Die blaue Puppe“ und St.Pauli mit Serhij Zhadan. St.Pauli liest dieses Jahr keine Dada-Autoren, da mit diesen dies Jahr zuviel Schindluder getrieben wird.
Ein Sommer-Splitter aus Manchester… Die nächste Vorführung der „Dadabraut“ wird in Strasbourg sein, der Geburtsstadt Hans Arps, dem der Film gewidmet ist.
Ein Studienaufenthalt der englischen Dada-Doktorandin Jackie Haynes.
1. Hier kann man Merz-Pillen kaufen. Tun Sie es auch!
2. Die dicke Galerie am Paradeplatz zeigte diesen Sommer Werke von Kurt Schwitters. Wir haben uns elegant mit dem Personal unterhalten. – Wann platzt die Parade endlich?
3. Häuser & Wir haben ebenso Dada auf dem Plan: Schwitters, Arp, Mirò. Die Collage aus dem Gästebuch.
Darüberhinaus war noch die töfte Francis Picabia-Ausstellung im Mjusiem of Fine Arts – Museum der feinen Ärzte zu sehen. – Holen Sie sich seine neu übersetzten Schriften aus dem Nautilus-Verlag!! Fiff!
Jackie Haynes Dada-Montage-Collage im Florence-Mine Art-Centre in Egremont/Lake District; willst Du sie in Deine Privatsammlung einsortieren – es hängt ein Lastwagen dran. Kicher!
Freitag, 23.09.2016 …mir ist so daDa im Kopf! | 1-Abend-Ausstellung mit Live-Elementen | 19.30 – ca. 21.00 Uhr | Ort: Rosengarten, Kalkbreitestrasse 2, 8003 Zürich | Mit Bar
Temporäre 1-Abend-Ausstellung eines aktuellen, fortlaufenden Dada-Mail Art Projektes – angereichert mit Wort-, Klang- und anderen Spontanbeiträgen.
Die Berliner Künstlerin und Autorin Sabine Küster hat angesichts der Jubiläen zu 100 Jahre Dada dazu aufgefordert, sich mit der Aussage „…mir ist so daDa im Kopf“ persönlich-politisch-künstlerisch auseinanderzusetzen, Mail Art im alten Stil (Postkarten) zu gestalten und ihr zuzusenden. Mehrere hundert Werke unterschiedlichster Herkunft und Machart sind bisher eingegangen und bebildern die aktuelle Sinnhaftigkeit/Unsinnigkeit von Dada.
Vor paar Wochen in der Stadt entdeckt und sofort sichergestellt:
Erstaunlich, was Zürichs Untergrund noch an kicherbarem produziert. Ein Plakat, gelb die Farbe Dadas, der Rahmen einer im Grunde genommen totalitären Plakatkampagne der Stadt vor etwa 10 Jahren. Darin das Logo des offiziellen Dada-Feier-Vereins (sic!) – Das Logo geklaut aus einer Zeichnung von Francis Picabia plus den schwarzen Punkt, der seit Jahren das Icon des Schauspielhauses Zürich ist. Dada100Zürich2016 hat nicht gestört, das Logo ist kaum jemandem bekannt.
Schon vor dem Sommer hat das offizielle Zörich-Dada sein ganzes Pulver – sprich Geld – verschossen.
Nun…
…das war die Sommerdeko am Dadamt-Plakatkasten hinter dem Rosengartenhaus an der Kalkbreite. Das Dadamt ist auch in der 2. Jahreshälfte da – der Aushang wechselt laufend. Laufen Sie ‚mal hin!
…habe das Vergnügen und wurde im Frühjahr von den mailänder Dadas zum Eerenmitglied ernannt – lebenslänglich Dada lebt. Nicht vergessen Arturo Schwarz und www.dadaensemble.eu!
Von unserer Dada-Interrail-Reise diesen Sommer. Karlsbad, die Geburtsstadt Walter Serners. In gerader Linie, ca. 600m lang, Serners Geburtshaus und das Haus, in dem er aufwuchs. Auf 2/3 der Strecke der Hauptsitz dieser Schnapsfirma.
Das Artsterben verläuft – neuesten Messungen zufolge – parallel zum Artensterben. Die Biennale Venedig, Art Basel u.ä. Veranstaltungen tragen das ihre dazu bei. 2.8.16
Dem Mail aus Manchester mit obigem Photo zufolge hat ein Engländer diesen Button irgendwoher erbeutet und vermutet, er käme aus Germanien…! Ja, auch die Schweiz ist ein germanisches Land.
DADA 100 år. 3 runde af DADA-festivalen.
Den 5. februar i år var det 100 året for grundlæggelse af Cabaret Voltaire i Zürich, der regnes
som et af startskuddene til en af århundredets vigtigste avantgardistiske bevægelser, dadaisme.
Dadaismen spredte sig videre til Berlin, Paris, Cologne og New York og udviklede sig meget
forskelligt. Men langt hen af vejen kan man sige, at bevægelsen er gennemsyret af det grundsyn,
som Tristan Tzara allerede formulerede i Zürich i 1915: „Det intelligente menneske er nu ren
standard. Det, vi mangler, er idiotiet. Dada bruger alle sine kræfter på at etablere idiotiet
overalt.”
Vi – Spanien 19C (Kim Grønborg og Klaus Marthinus) og PERFORMANCErum (Søren Krag og claus
ejner) – synes, at Tzaras anskuelser er lige så aktuelle i dag, hvor fornuften gennemsyrer
skolesystemerne og viden er reduceret til noget, man tilegner sig og ikke noget man producerer.
Fantasi er en guillotine, man stikker sit hoved ind, og så siger det snap.
VI holder dadaismens fane højt og indbyder hermed til 3 runde af DADA-festivalen, der viser
performance med kunstnere, som alle på en eller anden måde har rod i en dadaistisk
forestillingsverden. DADA-festivalen strækker sig over to dage: fredag den 10 og lørdag den 11
juni. Der er GRATIS adgang, og vi byder på både et nationalt og internationalt program med
performance:
FREDAG DEN 10 JUN
TIDSPUNKT: kl: 19.00
STED: Spanien 19C, Kalkværksvej 5A, DK 8000 Århus C
Kim Grønborg og Joaquin Zaragoza
Paul Dorn (Schweiz)
claus ejner
Olga Szymula og Martyna Miller (Polen)
Christian Schmidt-Rasmussen
LØRDAG DEN 11. JUNI
TIDSPUNKT: kl: 19.00
STED: Spanien 19C, Kalkværksvej 5A, DK 8000 Århus C
Axel Kretschmer (Tyskland)
Gustaf Broms (Sverige)
Jørn Teller
Søren Krogh
Ulla Hvejsel
St.Pauli im Gedenken an die verquirlte Grafikerin, die… oder Nationalpenker, die ihre hängenden Man-Boobs lieber gegen am goldenen Fallschirm hängen tauschen, lauschig mauscheln.
„Im April 1916 wird im Cabaret Voltaire in der Züricher Spiegelgasse der Dadaismus ausgerufen. Und zwar so laut, dass Nachbar Wladimir Iljitsch Lenin die Polizei ruft. Jedenfalls behauptet das die Legende. Eine von zahllosen DADA-Legenden.
Wahr ist, dass DADA die Kunst aufmischte, überlief und unterwanderte, jede Menge Tabus nachhaltig brach, um dann wieder zu verschwinden. Scheinbar. Denn als im Jahr 2002 das Haus des Cabaret Voltaire verkauft werden soll, kommt DADA in beinah wiedergängerischer Manier zurück. Und nun, zum Hundertsten der Bewegung?
Maidon Bader hat die Wiedergänger getroffen: Paul Dorn alias St. Pauli alias Dornimauge, der das „Dadamt Zörich“ leitet. Die Londoner Künstlerin Alice McCabe, die wegen DADA fünf Jahre in Zürich gelebt hat. Und den tschechisch-schweizerischen Künstler Mark Divo, der zwischenzeitlich als „König des DADA“ galt – nun aber nur abwinkt.
Lebt DADA? Oder sind es nur letzte Zuckungen? Oder sind die Zuckungen umgekehrt Zeichen einer Wiedergeburt?“
Kompliment: Vorzüglich, alle die Beiträge zeitgenössischer (Teil-)Dadas! Schön, dass die Beiträge jeweils eine ganze Seite gross sind; es wäre ein leichtes, sie aus dem Heft herauszulösen und an die Wand zu pinnen.
Der Artikel „Tanz den Dada“ von Gerhard Mack ist eine Beschreibung, wie sie landauf landab üblich sind.
Das Interview mit Hanne Bergius ist die gleiche Sosse, die allerdings nicht von Frau Bergius herrührt, sondern eben die Gruner+Jahr Schreibe ist.
„Art, Satz, Dada!“ mit Erik Spiekermann ist ärmlich: Werbung.
Der 24. Dadabend – Motto: Weihnachten. Im schönen Tannenbaum-Tirol, passt! Wir sind in Imst zu Gast; im Nachbardorf Tarrenz waren diverse Dadas 1921 und 22 in den Sommer- und Winterferien!
Schön, dass der Tagesanzeiger einen derart ausdauernden Beitrag zu Dada macht. Allermeistens ist der Artikel besser recherchiert als in der Cabaret-Voltaire-Publikation „165 DadaistInnen“. Wir werden darauf noch zurückkommen.
Im obigen Falle wird ersichtlich, dass es hierzulande noch happig an Informationen mangelt…
Etwas versägt hat der Tagi am 26.3.16, den Artikel über Marguerite Buffet. HALLO??? Wikipedia ist nicht alles! und die Frau ist doch kein Programmzettel. „Die Dada“ von Ina Boesch, breit im Tagi rezensiert liefert da doch etwas mehr Informationen.
Haben Sie, verehrte BlogLeserIn den Artikel noch zur Hand?
Nun, der Artikel von Roman Bucheli ist sehr gut recherchiert, Kompliment an die NZZ. Bemerkenswert, wie doch jeder etwas anderes über Dada schreibt! Ich spreche nicht von denen, die keine Ahnung haben und schreiben.
Der zweite Teil des satte vier Seiten! Beitrags wurde von sieben teils bekannten AutorInnen verfasst. Hm…
Etwas bescheuert, dass Herr Charles Simic behauptet, „dass Dada keine grosse Poesie hervorgebracht hat.“, nicht? Kapielski, Bora Cosic und Muda Mathis sind witzig zu lesen; von den schrägen Künstlern, von denen Cosic erzählt, wüssten wir gerne mehr. Einige der Beiträge weisen die starke Tendenz von „Jugenderinnerung mit Blödsinn“ auf. Wir finden: Schön, wie erwachsen ihr seid, lessingt doch weiter eure Normalo-Schreibe.
Balld: Bremen mit Dadabend No. 22 (Catch 22), einem Mail-Art-Workshop und einer weiteren Vorführung des einzigen Dada-Spielfilms des Jahres, „Die Dadabraut“.
Der Artikel ist gut, Kaspar Surber. Lesen! Es bleibt vielleicht anzufügen, dass wir mittlerweile mit Sneakers im 3. Weltkrieg herumlatschen: Wirtschaft und Profit gegen den Planeten.
2. Artikel: „Mit Dada im Gepäck vor der grünen Ampel“ – der Artikel erschien auch in der TaZ vom 5.2.2016. Nach wie vor schleierhaft, wieso über Dada in der Popmusik geschrieben wird, wo Dada offenbar nix mit der Popmusik zu tun hat.
3. Artikel: „Lachen über Vaterland, Bierbauch und Schnuller“ von Daniela Janser erklärt in einem einfachen Bogen, wie das dadamals alles so kam und formuliert nach diesem Überblick, was die Herausforderungen an die Macher (Papiermaché-r) des Jubiläums wären. …und, was ist daraus geworden? Im zweiten Teil des Artikel setzt sie sich vertieft mit der Arbeit an Sprache auseinander und -obacht!- mit dem Lachen! Ein Genuss, so einen Artikel zu lesen, der nicht nur ein bisschen an der „Jolifanto-Pissoir-Cabaret Voltaire“-Oberfläche schabt, wie die meisten anderen Zeitungen. Kompliment zu Meinung und Recherche, nicht bloss Wiederkäuen von ollen Karmellen; was haben die bloss für Pressemappen gekriegt?
Wo ist da Dada Obsession an oder in diesem Klappapier? Käsestab-Verein (frei aus dem Engl. übersetzt)! Heisst Obsession aufsässig? Nicht einmal das ist spürbar. Aufgewärmtes Menu der letzten 10 Jahre Cabaret Voltaire. Und vor allem: Kunst. Pech, denn „Dada ist eine Geisteshaltung – keine Kunst“. 165 Feierabend…
Wie schaut eigentlich ein reinrassiger Schweizer aus? Falls es auch nur einen (in Ziffern 1) solchen gibt, müsste er aus einer ziemlich abgeschiedenen Gegend „unseres“ Landes kommen und mit höchster Wahrscheinlichkeit wird er von Inzucht schwachsinnig sein.
Aber eher wohl sind wir SchweizerInnen alles Mischlinge, schaut euch doch „unsere“ Landesflagge an, auch unsere geographische und topographische Lage in Oiropa: SchweizerInnen sind alles Kreuz-ungen zwischen Nord+süd – ost+west – ost+nord – west+süd -nord+west – süd+ost…, ganz abgesehen von all den eingeheirateten, die von oben aus den Flugzeugen stiegen und die, die von unten die Flüsse hochpaddeln…
Eigentlich ist jeder Mensch ein Mischling zwischen Mama und Papa, nicht?
SVP? – Nee!
St.Pauli grüsst herzlich mit dem Schweizerherz und -fleisch und -nieren und -bindegewebe und -zehennägeln etc.
Was die NZZ am „Geburtstag“ von Dada geschrieben hat, entzieht sich meiner Kenntnis.
Hier der „Tages-Anzeiger“ – wunderbar! Es könnte nichts besseres da stehen: Zürich, der Geldsack! Blabla Zürich cultural paradise, wichtiger Vorteil im internationalen Wettbewerb, Marketing… Die 400’000 Fr. die die Stadt für Dada gibt, müssen sich lohnen. Hurra!
dada100zürich2016: Die Bewirtschaftung von Dada. Dada wird von Leuten gemacht, die dafür bezahlt werden. Ob sie auch nur einen Funken Dada-Geist haben, ist eine andere Frage; ist ja ein Job. Und nächstes Jahr verkaufen sie höhlengereifte Autoreifen…
Ein gutes Dutzend Hochkant-Quader-Vitrinen. In jeder 4,5,6 Objekte. Dazu je ein Säulchen mit einem Tatsch-Screen, von dem man die technischen Informationen der jeweiligen Objekte ablesen kann.
Das ist alles. Wer keine Ahnung von Dada hat, wird mit dieser Ausstellung keinen Zugang zu Dada finden. Vielleicht universal, weil so total banal?
Der einzige Zeitungstext, der wirklich mit Dada zu tun hat und nicht einfach irgendwie die historischen Eckdaten und leicht entstellten Anekdötchen von damals repetiert. WOZ, 11.2.2016
…passend zur Fasnacht. 1 x im Jahr lustig sein – 1 x 100 Jahre Dada feiern… identisch.
Das Plakat hat obigen „Charme“ und sieht dem Zettelchen sogar recht ähnlich. Haben Sie am Grafiker gespart? Kaum, da es direkttelephonischen Auskünften zufolge offenbar KEINE Gästeliste gibt, auch Regierungsräte etc. sich eine Eintrittskarte kaufen müssen. – Welche Macht im Staate! „Sei’drum, Vatter.“
Eine ganze Ausgabe à la Dada! Gut geschrieben; sehr schön, wie Pastor Leumund in einem der Artikel mit Zitaten erwähnt wird – der ganze Leumund-Artikel findet sich heute in der aktuellen WOZ Zürich. DEN lesen! Wieso bloss ist in den Schweizer Blättern nur so marginal von Divo und der Krösus-Stiftung zu lesen? …sich in ein gemachtes Nestlé setzen…
Ein guter Geschichts-Lauf-Strip durch die halbe Zeitung „Das Dada-Jahr 1916 gibt interessante Detail-Informationen. In der hiesigen Rezeption ist die Zeit wolkig mit „Die Schlächtereien des 1. Weltkriegs“ abgehandelt, es ist sogar ein Dadaisten-Zitat, nicht einmal eine eigene Erkenntnis, irgend am Rande vorhanden – man merkt, dass der Weltkrieg die Schweiz nicht betraf und korreliert bestens mit der Saturiertheit der Inländer hier und mit den bisher 23 aufgenommenen Syrien-Flüchtlingen. Feig und Geiz reimt sich auf Schweiz.
Die wirklich feinen Neuigkeiten, siehe Buch „Die Dada“ (Ina Boesch)- über die vielen Frauen bei Dada, haben weder in Zürich gebührend Platz, geschweige denn Integration, bloss irgendwo am Rande ein Kongresschen, noch in der TAZ, dafür ein Artikel eine fette Seite „Dadas Einflüsse in der Popkultur“ der quasi mitteilt, dass Dada darauf eigentlich keinen Einfluss hat. Piep? Zu allem Überfluss druckt die WOZ (4.2.16) den Artikel auch noch ab.
Bei den Literaturtips seid ihr leider an der Oberfläche geblieben.
Trotzdem: Kompliment zu der so schön gestalteten und ansehnlich mit Dada gefüllten Ausgabe.
Editorial: Wie fahre ich mit dem Auto aus New York hinaus „gefühlte 2. Heimatstadt“ (Eididei!) mit Dada in einem Atemzug. Kachexie.
Dann irgendwo: Warum ist Gähnen ansteckend?
Dann der Artikel über Dada: …und man weiss immer noch nicht, was der oberberühmte Schweizer Ausstellungsmacher wirklich mit Dada zu tun hat. Zum Glück kann er sich nicht mehr zu dieser Beliebigkeit von Vereinnahmung äussern. Darüberhinaus soll die Ausstelllung für den kleinen Keller des Cabaret Voltaire 1-200’000 Fr. kosten? Crowdgroundig.
Die junge Schweizer Dada-Mode viel weiter hinten besteht aus einer Fotostrecke Fahrenheit 451, ab und an ein Satz mit so Floskeln wie „mich jedes Mal wieder neu erfinden.“, die eher im Dummdeutsch anzusiedeln sind.
das Dadamt wird kaum von der öffentlichen Hand unterstützt, wenn dann geringfügig für die Dadabende –
Daher: haben wir nicht soviel Platz für all die Literatur wie die Zentralbibliothek, obwohl wir zentrale Dada-Leistungen erbringen. Also haben wir, da obiges Presseprodukt auch zu einem grossen Teil aus Werbung besteht, 2/3 von dem Periodikum herausgerissen und weggeworfen.
Nun… bei den längeren Textbeiträgen, die aus Dia- und Trialogen etc. bestehen, ist DIE Langeweile festzustellen. (Lest Serner, Letzte Lockerung!) Kunstprofis spielen sich gegenseitig Bälle zu, unter sich, in einem Berufsjargon wie Kaninchenzüchterverband. Es werden Dinge, die Kunst betreffen, verintellektualisiert, was Kunst eigenlich entgegenläuft, da es dabei eigentlich um Sinnliches günge. Glücklicherweise leben wir hier Dada – Dada ist keine Kunst.
Bällchen hin und her im geschlossenen Kreis, Leiereis, keine Inspiration. Zu Zeiten Schwitters gab es immerhin noch Kunstkritik, Reibung… Das da: Nein, nicht kaufen, nicht abonnieren.
The only Dada-Movie 2016! „The Dada-Bride“. A group project, 4 Directors, an international production Germany-Switzerland-Italy, 57 minutes, Colour, Super-8.
Le seul film Dada en 2016! „La Fiancé Dada“. Super-8, Couleur, 57 Minutes; une production avec 4 régisseurs, une production internationale Allemagne – Suisse – Italie.
DadA iN BeRLiN * dADa In bErlIn * DadA iN BeRLiN * dADa In bErlIn * DadA iN BeRLiN * dADa In bErlIn * DadA iN BeRLiN * dADa In bErlIn *
Guten Abend, Freunde der Künste.
Wir freuen uns, Sie pünktlich zum 100. Geburtstag DADAs
zu einer außergewöhnlichen Veranstaltung einzuladen.
DadA iN BeRLiN
Vom 5.-7. Februar 2016
ab19 Uhr schlägt das
ACUDtheater
Veteranenstraße 21, 10119 Berlin
einen Bogen, von den Aufbrüchen der Avantgarde zu einer lebendigen Off-Kultur im von Gentrifizierungserscheinungen durchlöcherten Berlin 2016.
Einem Weltgeschehen, welches uns mit religiöser, nationalistischer oder neoliberaler Idiotie entgegenschlägt, setzen wir die Kultur des rationalen Zweifels und des anarchischen Lachens entgegen.
DadA begann am 5. Februar 1916 mit der Gründung des Cabaret Voltaire in Zürich. Die damalige Provokation des überkommenen Kunstbegriffs, der herrschenden Kriegsbegeisterung, der gesellschaftlichen Neophobie inspirierte alle folgenden Avantgarden bis heute. Inhalt und Form mussten auf allen Ebenen immer wieder neu erfunden werden.
Wir feiern jetzt das 100. Jubiläum dieser Bewegung. Im DADASALON werden Werke von über 30 zeitgenössischen, bildenden Künstlern ausgestellt. Abends ab 19 Uhr bis in die Nacht hinein finden dort Performances, Konzerte, Vorträge, Medienkunst und die Welturaufführung des experimentellen Super-8-Films DIE DADABRAUT statt. Jeder Abend bietet ein anderes kontrastreiches Programm aktueller Kunst.
– – –
Der DADAsalon zeigt Werke folgender bildender Künstler :
Ingo Albrand, Anne de Beaufort, Jens-Uwe Behrend, Antoine Birot, christoph agi böhm, Jaroslaw Broitman, Alice McCabe, Ilse Ermen, Paul Dorn, Klaus Hann, Martin Herbig, solveig janetzke, Anders Kamp, sam-oht kleinschmidt, Grit Lindau, Brigitte Long, Roland Manske, taschari pipri, richard rabensaat, Catherine Ricoul, Judit Rozsas, Krzysztof Rusiecki, h. schollähn, HD Seibt, jörg seifert, Virgis Tamosiunas, Jordi Urbon, Volsy, S. O. Wolter, zettelmann, Bernhard Zilling
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Performances, Vorträge, Konzerte, Filmuraufführung u.v.m. von :
bauchhund salonlabor, Frantisek Chlusek, Lumpenhaus-Kollektiv, Lena Binski, Grit Lindau, Oleg Nehls, St.Pauli, Nadine Giese, Sam Oht Kleinschmidt, Barbara Gregor, Anders Kamp, Stas, Catherine Ricoul, Alice McCabe, Richard Rabensaat, Sacha Kahir, Ihr Wichser, Dranske, Die Stupid Punk DJs, Panpirat, Heiko Schendel, Judit Rozsas, Andreas Sahl, Laura MercaDada, Woody Palmers, Ilse Ermen, Krzysztof Rusiecki, Sibille Roth, Werner Hennrich,Laszlo Moldvai, Stefan Riebel + friends, zettelmann.
– – –
das vollständige programm ist hier zu finden:
Zusatzveranstaltung, Eintritt frei:
Samstag 6.2.16, 18:30 Uhr
Einführung zu „DadA iN BeRLiN“ in Zusammenarbeit mit THEATERSCOUTINGS
ab 18 Uhr ist die Ausstellung geöffnet.
– – –
St. Pauli belegt für ein Jahr einen Schaukasten bei der Genossenschaft Kalkbreite, just bei der Tramhaltestelle und füttert ihn nach Lust und Laune mit Collagen.
„Das grosse Nein des Dadaismus“, Stefan Zweifel, TA vom 12. 1. 2016
Herr Zweifel erklärt sehr eloquent, was Dada war.
Könnte es jedoch sein, dass seine Hoffnung, die jetzige Jugend möge etwas zum Jubiläum hinzuzaubern, eine rhetorische Krokodilsträne ist?
Er selbst ist Teil des ganzen musealen Karussells, sprich court-circuit; die Liste all der Ausstellungen mutet wie eine aseptische, political correcte Bildungsbürger-Festhütte an.
Vielfalt? Also Kultur-Konsum, der kaum eine aktive Teilnahme oder Internalisierung ermöglicht.
Wo-wo-soll in der gut gentrifizierten Stadtmitte nur bloss ein Kichern von einer konsum-ritalinisierten Jugend herkommen?
Dazu ist Dada dermassen mit kunsthistorischer Bedeutungshoheit gepanzert, dass sogar der Dada-Frontmann Adrian Notz (Cabaret Voltaire) in seinem „Dada Handbuch“ untermauert, dass die Ur-Dadas sagten, nach ihnen hätte es keinen echten Dada mehr gegeben.
Es wäre überdies Augenwischerei, dass die Jugend möglicherweise das Cabaret Voltaire benützen könnte, herrscht dort doch lediglich eine Definition, was Dada ist, plus Genehmigungspflicht…
Die Jugend besäuft sich im Cabaret Voltaire an der Bar.
Kompliment zum Orte-Heft, das nicht 1922 aufhört! Dada ist bekanntlich keine Kunst, sondern eine Geisteshaltung und diese blüht seither weiter bis in die Gegenwart.
Holt euch das Teil!
Ghérasim Luca und Gellu Naum, im Heft vertreten, fungieren landläufig zwar eher unter Surrealisten, aber auch die sind lustig; holt euch deren Bücher von „Urs Engeler Editor“!
Etwas schade, dass auf dem Umschlag das Dada 100-Schwurbel-Logo verwendet wurde, das seinerseits teilweise von Francis Picabia geklaut ist.
Casa DadA nasce con il desiderio di promuovere il Dadaismo come canale di attivazione e sviluppo di alcune delle qualità intrinseche all’individuo: creatività, fantasia, immaginazione e libertà espressiva. Dada muovendosi con leggerezza ed ironia si fa portatore di stimoli benefici e salutari. Apprendere modalità artistiche nuove, di facile approccio, migliora l’autostima individuale, il rispetto reciproco e favorisce lo sviluppo di forme alternative di comunicazione. Per un gioco della sorte, Casa DadA apre le sue porte proprio nel vecchio Asilo infantile del paese come per ricordarci che Dada, il cui nome significa Cavallo a dondolo, è quell’aspetto ludico e bizzarro ma anche misterioso e provocatorio, che ci fa da sempre sperare nell’utopia di un mondo migliore. DadaWorkshop: Sabato h.16-18 Performance: domenica h.18
Paul Dorn, artista dadaista straniero internazionale, vive a Zurigo. Nato a Berna nel 1964, si è formato all’Acc. d’Arte Drammatica Folkwang a Essen in Germania. Attore e regista Super-8, è ideatore del Dadamt Zörich, una rete creativa che raccoglie artisti internazionali per la sperimentazione del Dadaismo con la realizzazione di progetti e serate di Cabaret Dada tra Svizzera, Germania e Italia.
Laura Mercadante, Drammaterapeuta SPID nata a Milano nel 1972, formatrice, attrice e regista. Laureata in Storia del Teatro e dello Spettacolo all’Università degli Studi di Milano, artista poliedrica (pittura, scultura, assemblage) ideatrice dell’Atelier DadAmiLano, collabora con il Dadamt di Zurigo nella realizzazione di progetti artistici tra Italia, Svizzera e Germania.
Es gibt auch bezüglich Dada einen Kunst- und Literaturkanon, recht gut publiziert von Rowohlt bis Reclam. Bemerkenswert, dass die darin publizierten Texte meist dieselben sind; immerhin kann man sagen, diese Anthologien sind gute Einstiege ins Thema.
O Anna Blume – sowohl Dada wird reduziert oder gesiebt, als auch die einzelnen Dada-KünstlerInnen.
Dadaistinnen… Sophie Taeuber-Arp, Emmy Hennings, Hannah Höch. Und dann wird die Luft rasch sehr dünn. Wieso das? Ist es die Oberflächlichkeit nach dem Motto: „Klassische Musik? – Mozart.“ und damit hat sich’s? Oder unser hohler Leistungszwang der immer eineN BesteN aufs (Sieger-) Podest zwingt? Arme Künste und Künstler – haben diese doch eigentlich mit den immensen Vielfalt von Facetten des Ausdrucks und nicht mit vertikaler Leistung zu tun.
Ein jedenfalls wichtiger Grund dafür, weshalb 95% der DadaistInnen unter den Teppich gekehrt wurden: Bei aller Avantgarde scheint es, dass das traditionelle Rollenbild Mann-Frau auch bei Dada damals fröhlich Urständ feierte. Auch später, memoirisierend, sogar in ziem-lich ignoranter Manier fuhren die Herren Dadaisten damit fort, die Frauen abzuwerten. Das lässt einen selbst als langjährigen Dada die Augenbraue hochziehen. Eigentlich könnte man sich angesichts dessen fast wundern, dass Sophie Taeuber-Arp es überhaupt auf die 50er-Banknote geschafft hat! Immerhin wurde auch 1993 eines ihrer Werke zu ihrem 50. Todestag auf einer schweizer Briefmarke abgebildet.
Ina Boesch öffnet mit ihrem Buch eine lange verschlossene Türe. Sie ermöglicht 59 Dada-istinnen, sich vorzustellen. Nebenbei war Dada schon vor Dada da – 1915 in New York. Aber She-Dada war der Anfang davon – Elsa von Freytag-Loringhoven war die Inspiratrice von Marcel Duchamp! Höflicherweise nimmt die Herausgeberin dies und anderes den MitautorIn-nen des zweiten Teils des Buches, welches fünf She-Dadas vertieft vorstellt, nicht vorweg. Ina Boesch schreibt leicht, frisch, direkt und trotzdem ist sehr gut spürbar, welch grosse Menge gut recherchiertes Material in diesem Buch steckt. Ganz selten kippt der Text in Spezialwissen, wie beispielsweise in einigen Sätzen im Kapitel über die Musikerinnen.
Die Kapiteleinteilung bezieht sich auf die „künstlerischen Berufe“ der Dadaistinnen. Ein Vergnügen, alle diese Kapitel zu lesen, wird doch das jeweilige Thema eigentlich nie durch-gezogen. Wie wäre es auch möglich bei Dada, da die vorgestellten Persönlichkeiten oft sehr vielseitig waren. Der Faden der Erzählung wirkt ein Gewebe, indem er abschweift, zitiert, einschliesst, Anekdoten anfügt; es entspricht durchaus den turbulenten Zeiten Dadas damals. Ebenso sympathisch ist es zu merken, dass auch die Dadaisten ganz ungezwungen, sogar recht umfänglich Platz im Buch haben. Ina Boesch zelebriert keinen Radikal-Feminismus. Eine strikte Darstellung wäre auch schwierig; merkwürdig aber, dass es für die Männer leichter ist/war, so Mono zu fahren… Autsch, unsere Sehgewohnheiten.
Diesbezüglich schade, dass der Buchumschlag ein etwas billiger Griff in die Typographie-Wunderkiste ist, ebenso die etwas verwurstelte Platzierung der Lebensläufe der She-Dadas , wenn zwei auf einen Seitenrand drauf mussten. Das Prinzip der seitlich den Text begleitenden Biographien ist allerdings eine schöne Lösung.
Man möchte Frau Boesch wünschen, dass eine Zweitauflage doppelt so dick sein wird, viele Stellen im Buch riechen nach mehr, vom Leben der She-Dadas.
Oder hoffen wir, dass von diesem Strauss auch noch die Stängel und Blätter samt Vase publiziert werden können – alle die angesprochenen Orignialtexte und Werke der Künstlerinnen.
Dieses Buch könnte auch ein Ansporn für weitere Forschungen sein.
Dieses Buch ist nicht nur „ein wichtiger neuer Beitrag zu Dada“, es ist eine grundlegende Arbeit, welches Dada um eine Dimension beziehungsweise eine Potenz erweitert.
Dada ist nach wie vor ein Genuss, ein Vergnügen, Kichern und Lachen! Her damit!
Die einzigen Direkt – Dadas in Zürich wieder in Aktion:
Der 8. Dadabend im Cabaret Voltaire – gebt Acht!
13! Pech! Unglück! Dada lacht dazu, Dada lacht aber mindestens zum 99. Mal über die Abergläubigen. Im nächsten Jahr wird Dada 100 Jahre alt geboren im Cabaret Voltaire in
Zürich, 100 Meter Luftlinie vom Ort, wo die Stadtheiligen starben. Welch Zufall!
Aberglaube, Glaube – klebrige Bedürfnisse? Oder zählt im Leben der Paradadadeplatz –
Geld? Aus ähnlichen Metallmischungen macht man Patronenhülsen, o ihr Stadtpatrone…
Kopfab (-Bier?), Kopfsprung Limmat?, Kopfball Fifa? Auch Fifa ist leider eine Glaubensrichtung.
Schauen Sie sich die Jonglagen an – Anja Broich aus der Max Ernst-Stadt Brühl, Mirzlekid,
Performer aus Österreich; Laura Mercadada aus Mailand mit Dadamagie, David Staub:
Beatbox aus Obwalden und St.Pauli vom Dadamt Zörich, Ohr-ganisator mit Wortmechanik.
Wir werden die „Wilde 13“ locker toppen und foppen.
Der Zufall regiert – dank des simplen Spiels regierst Du ZuschauerIn. Du bestimmst, was läuft. Jetzt schlägt’s 13, die Zeit läuft, bald schlägt’s 100!
Aber Dada war noch nie ganz 100.